Umfrage-Sensation: Pistorius als Kanzler gefragt, Scholz abgehängt

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Pistorius beliebter als Scholz.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA, durchgeführt für die "Bild"-Zeitung, zeigt, dass fast zwei Drittel der Deutschen (64,3 Prozent) sich wünschen, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) das Kanzleramt von Olaf Scholz übernimmt. 

Nur 24,6 Prozent der Befragten sprechen sich gegen einen solchen Wechsel aus, während 11,2 Prozent keine Angabe machten. 

Selbst unter den SPD-Anhängern befürwortet eine knappe Mehrheit (47,9 zu 47,1 Prozent) den Wechsel von Scholz zu Pistorius noch vor der nächsten Bundestagswahl.

Die Beliebtheit von Pistorius spiegelt sich auch in den potenziellen Wahlergebnissen wider. Würde Pistorius als Kanzlerkandidat antreten, könnte die SPD laut Umfrage auf über 20 Prozent kommen. 

Mit Scholz als Kandidat würden aktuell 19 Prozent für die SPD stimmen, mit Pistorius hingegen 23 Prozent. 

In einer Direktwahl zwischen Friedrich Merz (CDU) und Scholz würde Merz mit 26 zu 23 Prozent vorne liegen, während Pistorius sich mit 25 zu 23 Prozent gegen Merz durchsetzen könnte. 

Gegen CSU-Chef Markus Söder würde Pistorius zwar auch verlieren, aber mit einem geringeren Abstand als Scholz.

Die Umfrageergebnisse zeigen eine breite Grundsympathie für Pistorius über alle Parteigrenzen hinweg. Die SPD liegt aktuell in Umfragen 15 Prozentpunkte hinter der Union und nur noch knapp vor den Grünen. 

Ein Wechsel von Pistorius in das Amt des Bundeskanzlers wäre juristisch möglich, auch wenn er nicht Mitglied des Bundestags ist. Die Zustimmung der Koalitionspartner Grüne und FDP wäre jedoch erforderlich, berichtet die Bild-Zeitung.