Umstrittene Sparmaßnahme bei VW: Betriebsrat reagiert auf Streichung der Lohnzulage

Geschrieben von Olivia Rosenberg

15 Wochen vor

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06/02/2024
Foto: Wikimedia Commons
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VW streicht beliebten Mitarbeiter-Bonus.

Volkswagen setzt seinen Sparkurs fort und trifft damit eine beliebte Wahlmöglichkeit seiner Mitarbeiter: Die Option, zwischen zusätzlichen Urlaubstagen oder einem Lohnzuschlag zu wählen, wird gestrichen. 

Diese Entscheidung betrifft alle Tarifbeschäftigten des Konzerns und ist Teil eines umfassenden Effizienzsteigerungsprogramms, das im vergangenen Jahr zwischen VW und der IG Metall ausgehandelt wurde. 

Ab sofort erhalten die Mitarbeiter sechs zusätzliche freie Tage, während die Auszahlung der Zusatzvergütung in den nächsten drei Jahren nicht mehr möglich sein wird.

Diese Maßnahme wurde erstmals von "Business Insider" berichtet und später von einer Sprecherin des Unternehmens bestätigt.

Die Flexibilität, zwischen Geld und Zeit zu wählen, wurde ursprünglich im Tarifabschluss 2022 eingeführt und galt als fortschrittliche Errungenschaft für die Arbeitsbedingungen bei VW. 

Laut Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat bereits die Hälfte der Belegschaft die freien Tage dem Zusatzentgelt vorgezogen, wie t-online berichtet. 

Die nun verpflichtende Regelung für die kommenden drei Jahre sieht sie als notwendigen Kompromiss, um Einschnitte beim Entgelt zu vermeiden. 

Das Effizienzsteigerungsprogramm zielt darauf ab, die Personalkosten im Verwaltungsbereich um 20 Prozent zu senken, wobei betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden sollen. 

Trotz der offensichtlichen Vorteile dieser Sparmaßnahmen für das Unternehmen, löst die Einschränkung der Mitarbeiteroptionen Bedauern und Diskussionen über die Flexibilität und Mitarbeiterzufriedenheit bei VW aus.