Verteidigungsausgaben entzweien Ampel: Scholz' Finanzierungsvorstoß sorgt für Spannungen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

13 Wochen vor

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19/02/2024
Foto: photocosmos1 / Shutterstock.com
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Ampelkoalition vor schwierigen Entscheidungen.

In der deutschen Ampelkoalition zeichnet sich ein tiefgreifender Konflikt ab, der sich um die Finanzierung des Verteidigungsetats dreht. 

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vorgeschlagen, die Verteidigungsausgaben künftig durch Umschichtungen im regulären Bundeshaushalt zu finanzieren, was insbesondere bei den Grünen auf erheblichen Widerstand stößt, während die FDP diesen Vorstoß unterstützt. 

Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 eingeführte Bundeswehr-Sondervermögen von 100 Milliarden Euro bis Ende 2027 voraussichtlich aufgebraucht sein wird, berichtet Zeit.

Die Notwendigkeit, die Bundeswehr angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen in Europa weiter zu stärken, steht außer Frage. Doch die Frage der Finanzierung sorgt für Unruhe innerhalb der Koalition. 

Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete fordern nun, die Regeln für eine Neuverschuldung zu ändern, um soziale Härten zu vermeiden. 

Sie argumentieren, dass die Schuldenbremse ausgesetzt werden müsse, um sowohl den Verteidigungsaufgaben nachzukommen als auch den sozialen Zusammenhalt in Deutschland zu gewährleisten.