Von der TV-Show ins Gericht: Streit um Kunstverkauf

Geschrieben von Olivia Rosenberg

26 Wochen vor

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23/11/2023
Foto: Shutterstock
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Gerichtsstreit um 'Bares für Rares' 16.000-Euro-Kunstwerk.

Ein spektakulärer Fall sorgt für Aufsehen in der Kunstwelt und unter Fans der TV-Show "Bares für Rares". Im Mittelpunkt steht das Kunstwerk "Weltempfänger" von Isa Genzken, das in der Sendung für 16.000 Euro verkauft wurde. 

Dieser Verkauf hat nun ein juristisches Nachspiel, das vor Gericht ausgetragen wird. Laut Berichten von rundschau-online.de und merkur.de ist die Situation besonders brisant. 

Der Krankenpfleger Jörg Friedrich, der das Kunstwerk in der Sendung verkaufte, hatte es 2011 von Genzken persönlich erhalten. Die Künstlerin, die damals in einer schweren psychischen Verfassung war, gab ihm das Objekt als Dankeschön.

Nachdem das Kunstwerk später für eine Auktion bei Sotheby's mit einer Preisvorstellung von 30.000 bis 50.000 Euro angeboten wurde, erließ Genzken eine einstweilige Verfügung. Ein Gutachten legte nahe, dass Genzken 2011 geschäftsunfähig war, wodurch die Schenkung unter dem Einwilligungsvorbehalt des Betreuers gestanden hätte.

Vor dem Bonner Landgericht scheiterte ein erster Versuch von Isa Genzken, den "Weltempfänger" zurückzubekommen. Der Antrag wurde zurückgewiesen, da Friedrich immer von der Rechtmäßigkeit der Schenkung ausgegangen war und in den folgenden zehn Jahren kein Anspruch auf Herausgabe erfolgte. 

Der Gerichtsstreit scheint jedoch noch nicht beigelegt zu sein, da Genzken und ihr Betreuer die Möglichkeit haben, gegen die Entscheidung Beschwerde einzulegen.