Der Winter hat Norddeutschland fest im Griff. Schnee, Eis und Glätte sorgen seit Tagen für schwierige Verkehrsbedingungen.
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In Schleswig-Holstein spitzt sich die Lage zusätzlich zu, weil der Winterdienst ausgerechnet während der Extremwetterlage bestreikt wird.
Arbeitsniederlegung bei Straßenmeistereien
Gewerkschaften haben die Beschäftigten der 22 Straßenmeistereien des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Schleswig-Holstein zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.
Die Räum- und Streufahrzeuge bleiben vielerorts in den Depots, obwohl die Straßen bereits ohne den Arbeitskampf stark belastet sind.
Der Landesbetrieb teilte mit, dass nur eingeschränkte Maßnahmen möglich seien. Verkehrsteilnehmer müssten mit gefährlichen Fahrbedingungen rechnen und besonders vorsichtig unterwegs sein.
Zwar sollen externe Unternehmen teilweise einspringen, ein regulärer Winterdienst könne jedoch nicht gewährleistet werden.
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Massive Schneefälle bis an die dänische Grenze
Besonders der Norden des Bundeslandes ist betroffen. Zwischen Husum und der dänischen Grenze fielen innerhalb weniger Stunden außergewöhnlich große Schneemengen.
Anwohner berichten von Zuständen, wie sie seit Jahren nicht mehr erlebt wurden. Viele Straßen sind nur schwer passierbar oder zeitweise blockiert.
Zur Begründung des Streiks erklärte Kai Tellkamp, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbunds Schleswig-Holstein, gegenüber der Schleswig-Holsteinischen Zeitung, der Zeitpunkt mache deutlich, wie unverzichtbar die Arbeit des Winterdienstes sei.
Auch Hamburg kämpft mit den Folgen
Die Wetterlage belastet nicht nur Schleswig-Holstein. Auch in Hamburg sorgen Schnee und Eis für Einschränkungen.
Aus Sicherheitsgründen bleiben dort unter anderem Friedhöfe geschlossen, da herabfallende Äste eine Gefahr darstellen.
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Die Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank rief die Bevölkerung in sozialen Medien dazu auf, ihrer Pflicht zum Schneeräumen nachzukommen.
Ein Streik des Winterdienstes findet in der Hansestadt jedoch nicht statt.
Quelle: Bild