Big Mac verliert Markenschutz: Was das für McDonald's bedeutet

Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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10/06/2024
Essen
Foto: Shutterstock
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McDonald's Anpassungen nach Gerichtsurteil.

Im Rechtsstreit um den Markennamen „Big Mac“ hat McDonald's vor dem EU-Gericht in Luxemburg eine Niederlage erlitten. 

Das Gericht entschied, dass der US-Konzern den Markenschutz für den Namen „Big Mac“ für Geflügelprodukte verliert. 

Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen für McDonald's und könnte das Sortiment des Fastfood-Riesen erheblich verändern, so die Frankfurter Rundschau.

Der Konflikt begann vor über einem Jahrzehnt, als die kleine irische Fastfood-Kette Supermac's den Begriff „Mac“ für ihre Produkte verwenden wollte.

Supermac's Gründer Pat McDonagh wollte den Zusatz „Mac“ nicht nur für den bereits angebotenen „Mighty Mac“, sondern auch für weitere Produkte in den über 100 Restaurants in Irland etablieren. 

McDonald's widersetzte sich diesem Vorhaben und argumentierte, dass eine Verwechslungsgefahr bestünde. Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) stimmte zunächst McDonald's zu und schützte die Marke „Big Mac“ teilweise.

Doch McDonagh gab nicht auf und zog vor das Gericht der Europäischen Union. 

Die Luxemburger Richter entschieden nun zugunsten von Supermac's und schränkten den Markenschutz von McDonald's weiter ein. 

Begründet wurde die Entscheidung damit, dass McDonald's nicht nachweisen konnte, die Marke „Big Mac“ ernsthaft für Hähnchen-Sandwiches und Geflügelprodukte genutzt zu haben. 

Diese Niederlage könnte McDonald's zwingen, das Sortiment anzupassen und möglicherweise den Namen „Big Mac“ für bestimmte Produkte aufzugeben.