Keimende Kartoffeln: Essen oder entsorgen?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

11 Wochen vor

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06/03/2024
Foto: Wikimedia Commons
Foto: Wikimedia Commons
Keimende Kartoffeln in der Küche.

Viele Hobbyköche stehen irgendwann vor der Frage: Sind keimende Kartoffeln noch essbar oder gehören sie in den Müll? 

Diese Frage wird von Bild der Frau aufgegriffen und umfassend beantwortet. 

Die Antwort hängt maßgeblich von der Länge der Keime ab. Sind diese kürzer als 1 cm, können die Kartoffeln nach dem Entfernen der Keime und aller grünen Stellen noch bedenkenlos verwendet werden. 

Diese Vorsichtsmaßnahme ist notwendig, da beim Keimprozess Solanin entsteht, ein schwach giftiger Stoff, der in höheren Konzentrationen gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Solanin dient der Kartoffel als natürlicher Schutzmechanismus gegen Fressfeinde und Fäulnis. Es ist nicht nur in den Keimen, sondern auch unter der Schale und in grünen Stellen der Kartoffel zu finden. 

Bei einem erhöhten Solanin-Gehalt, der durch längere Keime oder Beschädigungen der Knolle verursacht werden kann, ist besondere Vorsicht geboten.

Zu den Symptomen einer Solanin-Vergiftung zählen unter anderem gereizte Schleimhäute, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Daher wird empfohlen, Kartoffeln mit Keimen, die länger als 1 cm sind, zu entsorgen.