Müsli zum Abendessen? Kellogg's rät armen Familien zur Sparmaßnahme

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Bruno Ismael Silva Alves / Shutterstock.com
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Kellogg's-Vorstand löst mit Müsli-Empfehlung Empörung aus.

Gary Pilnick, der Vorstandsvorsitzende des US-Lebensmittelriesen Kellogg's, hat mit seiner Aussage, dass sich finanziell benachteiligte Familien mit "Müsli zum Abendessen" begnügen könnten, für Aufsehen und Kritik gesorgt. 

Diese Äußerung, die Pilnick während einer Live-Sendung auf CNBC machte, wird bereits mit dem berüchtigten Zitat "Lasst sie Kuchen essen" verglichen, das Marie Antoinette zugeschrieben wird. 

Laut einem Bericht des Guardians und des Spiegels argumentierte Pilnick, dass Müsli im Vergleich zu anderen Mahlzeiten eine erschwingliche Option für Verbraucher unter finanziellem Druck sei.

Die Reaktionen auf Pilnicks Kommentare fielen erwartungsgemäß spöttisch aus. 

Ein TikTok-Nutzer hob hervor, dass Pilnick, der ein Jahresgehalt von einer Million US-Dollar plus Boni in Millionenhöhe erhält, wohl kaum seine eigenen Kinder mit Müsli zum Abendessen füttern würde.

Zudem wurde die Gesundheit von Müsli aufgrund des hohen Zuckeranteils einiger Marken infrage gestellt. Kellogg's hat seit 2022 mit seiner "Cereal for Dinner"-Kampagne geworben, während die Lebensmittelpreise stark angestiegen sind.

Diese Kontroverse wirft ein Schlaglicht auf die Diskrepanz zwischen den Lebensrealitäten von Top-Managern und finanziell benachteiligten Familien. 

Während Kellogg's versucht, Müsli als praktische und kostengünstige Mahlzeit zu positionieren, zeigen die Reaktionen, dass viele Verbraucher diese Sichtweise nicht teilen und sich eine sensiblere Kommunikation von Unternehmensführungen wünschen.