Für viele Menschen beginnt der Tag mit einer Tasse Tee oder Kaffee. Doch manche fühlen sich kurz danach aufgebläht und fragen sich, woran das liegen könnte.
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Eine mögliche Ursache ist laut einer Londoner Ernährungsexpertin nicht das Koffein selbst, sondern ein ganz bestimmter Zusatz: Milch.
Olivia Molyneux, Gastro-Diätassistentin aus London, erklärt, dass bereits ein kleiner Schuss Kuhmilch Beschwerden auslösen kann.
„Wenn du dich nach deiner morgendlichen Tasse oder deinem Cappuccino am Mittag aufgebläht fühlst, liegt es vielleicht gar nicht am Getränk selbst, sondern an dem Schuss Milch“, sagt sie.
Laktose als möglicher Auslöser
Schwarzer Tee oder Kaffee führten in der Regel nicht direkt zu Blähungen, könnten jedoch andere Reizdarmsymptome verstärken. Das eigentliche Problem sei die in Kuhmilch enthaltene Laktose.
„Normale Kuhmilch enthält Laktose. Wenn du laktoseintolerant bist, wird die Laktose aus deinem Milchkaffee oder aus mehreren Tassen mit Milch am Tag nicht vollständig verdaut“, so Molyneux.
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Die unverdaute Laktose gelange in den Dickdarm, wo sie von Bakterien vergoren werde.
„Das bedeutet, dass sie den Dickdarm erreicht, dort fermentiert wird – und das kann Blähungen verursachen“, erklärt sie.
Was bei Laktoseintoleranz hilft
Nach Angaben des britischen National Health Service (NHS) treten bei einer Laktoseintoleranz Beschwerden wie Bauchschmerzen nach dem Verzehr von Milchzucker auf.
Neben Verdauungsproblemen können auch Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie Gelenk- oder Muskelschmerzen auftreten.
Betroffene können ihre Beschwerden oft lindern, indem sie kleinere Mengen laktosehaltiger Lebensmittel zu sich nehmen oder diese meiden.
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Molyneux rät jedoch davon ab, eigenständig drastische Ernährungsumstellungen vorzunehmen: „Bevor du plötzlich deine Ernährung änderst, empfehle ich, mit einer Ernährungsfachkraft zusammenzuarbeiten, um eine strukturierte Test- und Wiedereinführungsphase zu begleiten und sicherzustellen, dass du nicht unnötig Lebensmittel weglässt.“
Quelle: Express