Im Supermarkt greifen viele Menschen instinktiv zu braunen Eiern. Weiße Eier wirken auf manche überraschend oder sogar minderwertig. Doch Fachleute sind sich einig: Diese Annahme beruht auf einem Irrtum.
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Der wichtigste Unterschied zwischen weißen und braunen Eiern liegt nicht im Inneren, sondern bei der Henne selbst.
Richard Mew vom britischen Eierproduzenten Bird Brothers erklärt, dass weiße Eier von hell gefiederten Hühnern stammen, während braune Eier von dunkleren Rassen gelegt werden.
Geschmack und Verwendung seien jedoch identisch.
Auch Henry O’Connor von der Marke Better Eggs betont, dass es sich um einen rein äußerlichen Unterschied handelt. Hühner mit hellen Federn und Ohrläppchen legten meist weiße Eier, dunklere Tiere eher braune – ohne Einfluss auf Inhalt oder Qualität.
Keine Unterschiede bei Nährwert und Geschmack
Ernährungsfachleute widersprechen klar der verbreiteten Meinung, braune Eier seien gesünder.
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Laut der British Egg Information Service gibt es keinerlei Nährwertunterschiede. Weiße und braune Eier enthalten gleich viel Protein, Vitamine und Mineralstoffe.
Auch geschmacklich lassen sich keine Unterschiede feststellen. Lebensmittelberater Edmund McCormick verweist auf Blindverkostungen, bei denen Menschen die Eier nicht auseinanderhalten konnten.
Entscheidend seien Frische und Fütterung der Hennen, nicht die Schalenfarbe.
Beim Kochen spielt die Farbe keine Rolle
In der Küche verhalten sich beide Eier gleich. Ob Rührei, Backen oder Pochieren – laut Experten reagieren Eiweiß und Eigelb identisch. Die Farbe der Schale hat keinen Einfluss auf das Kochergebnis.
Eigelbfarbe hat andere Ursachen
Ein dunkleres Eigelb ist kein Zeichen für braune Eier, sondern für die Ernährung der Hühner. Mehr Auslauf, Sonnenlicht und natürliche Nahrung sorgen für eine intensivere Farbe.
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Quelle: Express