Auch Polen ließ während des russischen Angriffs F-16-Kampfjets aufsteigen.
Ein heftiges Grollen weckte die Bewohner Ostpolens am Donnerstagmorgen, als mitten in der Nacht Luftschutzsirenen wegen eines russischen Raketenangriffs auf die Ukraine heulten.
Doch ein Krater nahe dem polnischen Dorf Tarnawa-Kolonia zeigt, dass nicht nur die Ukraine von dem russischen Angriff betroffen war.
In einem Beitrag auf X berichtete die Polizei Lublin, dass das Militär vor Ort Aktivitäten in der Nähe der Absturzstelle eines unidentifizierten Objekts durchführe, wobei die Polizei später erklärte, das Gebiet sei auf Strahlung und ähnliche Gefahren überprüft worden.
Es ist weiterhin unklar, was die Explosion verursachte, die den Krater schuf, der etwa 95 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt. Doch laut dem Verteidigungsportal Militarnyi meldeten ukrainische Überwachungsgruppen, dass ein russischer Marschflugkörper tief in polnisches Territorium eingeflogen und dann abgestürzt sei.
Vom Radar verschwunden
Die Probleme begannen Stunden zuvor, als russische Streitkräfte schwere Luftangriffe auf die Westukraine starteten. Als Reaktion darauf ließ Polen Kampfjets aufsteigen, um seine Grenzen zu sichern.
Das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte detektierte um 3:40 Uhr morgens ein unidentifiziertes Flugobjekt, das in das Land eindrang. Ein F-16-Jet stieg auf, um es abzufangen. Innerhalb von sechs Minuten verschwand das sich schnell bewegende Radarziel vollständig.
Ein militärisches Helikopterteam lokalisierte später die Einschlagstelle auf einem unbewohnten Feld. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Polens Premierminister Donald Tusk bestätigte auf X, dass es während des russischen Angriffs auf die Ukraine zu einer Verletzung des polnischen Luftraums gekommen sei. Er machte keine Angaben dazu, was die Verletzung verursacht habe.
Schwere Verluste in der Ukraine
Laut The Kyiv Independent habe Russland in der Nacht Hunderte Drohnen sowie Dutzende Marschflugkörper und ballistische Raketen abgefeuert.
In mehreren Städten wurden Schäden gemeldet, und mindestens acht Menschen, darunter zwei Kinder, wurden als tot bestätigt.
Mindestens 45 Personen wurden verletzt, doch da die Rettungsarbeiten noch andauern, könnten beide Zahlen in den kommenden Stunden steigen.

