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Arzt erklärt sechs mögliche Anzeichen von Herzinsuffizienz

Heart attack, cardiac arrest
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Herzinsuffizienz wird häufig missverstanden. Jährlich werden allein in Großbritannien rund 200.000 neue Fälle diagnostiziert.

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Der britische Gesundheitsdienst NHS betont, dass anhaltende oder sich verschlechternde Beschwerden ernst genommen werden sollten.

„Herzschwäche bedeutet nicht den Tod“

Der Arzt Dr. Suraj Kukadia, in sozialen Medien auch als Dr. Sooj bekannt, räumt mit einem weitverbreiteten Irrtum auf.

In einem Video erklärt er:

„Viele Menschen denken, Herzinsuffizienz bedeute den Tod. Das stimmt nicht. Es heißt, dass das Herz das Blut nicht mehr so effektiv durch den Körper pumpt wie früher.“

Sechs häufige Symptome

Laut Dr. Kukadia gibt es mehrere Warnzeichen, die auf eine Herzinsuffizienz hindeuten können.

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Dazu zählt eine ungewöhnlich starke Atemnot bei körperlicher Aktivität, aber auch Kurzatmigkeit in Ruhe.

Ebenfalls typisch seien Atemprobleme im Liegen oder nächtliches Erwachen mit Luftnot.

Ein weiteres häufiges Symptom ist eine Schwellung der Knöchel oder Beine. Dr. Kukadia erklärt:

„Dabei handelt es sich oft um sogenannte eindrückbare Ödeme. Drückt man auf die Schwellung, bleibt eine Delle zurück.“

Weitere mögliche Anzeichen laut NHS

Der NHS weist darauf hin, dass auch weniger häufige Symptome auftreten können.

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Dazu gehören ein anhaltender Husten – oft nachts –, pfeifende Atmung, ein aufgeblähter Bauch, Appetitverlust, Gewichtsveränderungen, Verwirrtheit, ein schneller oder unregelmäßiger Herzschlag sowie Depressionen oder Angstzustände.

Symptome richtig einordnen

Der Arzt betont, dass viele dieser Beschwerden auch andere Ursachen haben können. Geschwollene Knöchel könnten etwa bei heißem Wetter auftreten.

Bei der Diagnose würden daher Gespräche, Untersuchungen sowie Tests wie Blutanalysen oder ein Herzultraschall eingesetzt.

Die Behandlung ziele meist darauf ab, Herzfrequenz und Blutdruck zu kontrollieren und überschüssige Flüssigkeit abzubauen.

Der NHS rät: Wer dauerhaft oder zunehmend Symptome verspürt, sollte eine Hausärztin oder einen Hausarzt aufsuchen.

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Bei plötzlicher Verschlechterung ist sofort medizinische Hilfe notwendig.

Quelle: NHS, Aussagen von Dr. Suraj Kukadia, Express