Nur noch wenige Tage bleiben, bevor ein bedeutendes Rüstungskontrollabkommen endet, und die Warnungen nehmen zu, was danach folgen könnte.
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Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat sich in die Debatte eingeschaltet und zum Handeln aufgerufen, während Unsicherheit über die nächsten Schritte Washingtons und Moskaus herrscht.
Das Auslaufen des Vertrags würde einen tiefgreifenden Wandel in der globalen nuklearen Sicherheit bedeuten.
Frist für den Vertrag
Am 5. Februar soll der New-START-Vertrag, das letzte verbleibende Abkommen zur nuklearen Rüstungskontrolle zwischen den Vereinigten Staaten und Russland, auslaufen.
Das Abkommen wurde 2010 von den damaligen Präsidenten Barack Obama und Dmitri Medwedew unterzeichnet.
Laut Reuters würde das Ende des Vertrags beide Länder erstmals seit dem Kalten Krieg ohne verbindliche Begrenzungen für Atomraketen und Sprengköpfe lassen und die Aussicht auf ein unbeschränktes Wettrüsten erhöhen.
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Trotz wachsender Besorgnis gibt es keine klaren Anzeichen dafür, dass das Abkommen vor Ablauf der Frist verlängert oder ersetzt wird.
Signale aus Moskau
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor angedeutet, dass beide Seiten sich vorübergehend an die bestehenden Begrenzungen halten könnten, um mehr Zeit für Verhandlungen zu gewinnen. Eine formelle Vereinbarung wurde jedoch nicht angekündigt.
US-Präsident Donald Trump hat bislang nicht öffentlich auf Putins Vorschlag reagiert.
In einem Interview im Januar sagte Trump, falls der New-START-Vertrag auslaufe, „dann läuft er aus“, und fügte hinzu: „Wir werden ein besseres Abkommen machen.“
Zunehmend scharfe Rhetorik
Auch der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, äußerte sich am Montag und warnte vor erhöhten Risiken.
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„Ich möchte nicht sagen, dass dies sofort eine Katastrophe und den Ausbruch eines Atomkriegs bedeutet, aber es sollte trotzdem alle alarmieren“, sagte er.
Medwedew behauptete, „die Weltuntergangsuhr tickt, und es ist offensichtlich, dass sie schneller laufen muss“, was die zunehmend scharfe Rhetorik aus Moskau widerspiegelt, je näher die Frist rückt.
Obamas Warnung
Barack Obama sprach ebenfalls eine Warnung aus, in einer Nachricht, die er in sozialen Medien veröffentlichte.
„Wenn der Kongress nicht handelt, wird der letzte Atomwaffen-Rüstungskontrollvertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Russland auslaufen“, schrieb er.
„Das würde Jahrzehnte der Diplomatie sinnlos zunichtemachen und könnte ein neues Wettrüsten auslösen, das die Welt unsicherer macht“, fügte der ehemalige Präsident hinzu.
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Quellen: Reuters, X, WP.