Aktuelle Studien haben Hinweise darauf entdeckt, dass die Einnahme der Antibabypille das Volumen bestimmter Gehirnbereiche verringern könnte.
In einer Untersuchung der University of California wurde festgestellt, dass Frauen, die hormonell verhüten, dünnere Schichten in bestimmten Hirnregionen aufweisen, die für Emotionen und Impulskontrolle zuständig sind.
Diese Erkenntnisse werfen Fragen zu den langfristigen Effekten der Pille auf das Gehirn auf, wie t-online berichtet.
Zusätzliche Belege lieferte eine Studie des Albert Einstein College of Medicine, die eine Verkleinerung des Hypothalamus bei Pillennutzerinnen zeigte.
Der Hypothalamus spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation des Hormonhaushalts und beeinflusst Prozesse wie die Körpertemperatur, den Blutdruck und die Stimmungslage.
Unter den Probandinnen zeigten die Frauen, die hormonell verhüteten, einen sechs Prozent kleineren Hypothalamus.
Obwohl bisher keine direkten kognitiven Einschränkungen festgestellt wurden, ergab sich ein Zusammenhang zwischen der Verkleinerung des Gehirnvolumens und vermehrten Stimmungsschwankungen sowie depressiven Symptomen.
Die Wissenschaftler betonen, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um festzustellen, ob diese Veränderungen langfristig bestehen oder sich nach Absetzen der Pille zurückbilden.
Frauen wird daher geraten, nicht überstürzt zu handeln, sondern sich über die möglichen Nebenwirkungen umfassend zu informieren.