Für viele Menschen gehört Kaffee selbstverständlich zum Tagesbeginn.
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Kaum ein anderes Getränk ist im Alltag so präsent – und zugleich so umstritten.
Während lange vor allem mögliche Risiken im Fokus standen, rücken inzwischen auch potenzielle gesundheitliche Vorteile stärker in den Blick.
Was Studien nahelegen
In den vergangenen Jahren haben wissenschaftliche Untersuchungen Hinweise darauf geliefert, dass moderater Kaffeekonsum mit positiven Effekten verbunden sein kann.
Beobachtet wurde unter anderem ein geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes bei Personen, die regelmäßig mehrere Tassen täglich trinken.
Auch die Leber scheint von Kaffee zu profitieren. Gleichzeitig kann es bei Menschen, die bislang kaum Kaffee konsumiert haben, vorübergehend zu einer leicht entwässernden Wirkung kommen.
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Einschätzung eines Ernährungsexperten
Der Ernährungsexperte Achim Sam ordnet diese Erkenntnisse gegenüber BILD ein. Drei Tassen täglich seien für die meisten Menschen gut verträglich, sagt er.
In diesem Rahmen könne Kaffee nicht nur wach machen, sondern möglicherweise auch das Risiko für bestimmte neurologische Erkrankungen senken.
Bei empfindlichem Magen spiele die Art der Zubereitung eine wichtige Rolle. Espresso werde oft besser vertragen als Filterkaffee, da er weniger Säure enthalte. Zudem gelte: Je dunkler die Röstung, desto niedriger der Säuregehalt.
Wann Zurückhaltung sinnvoll ist
Nicht jeder profitiert gleichermaßen von Kaffee.
Menschen mit Herzrhythmusstörungen oder ausgeprägter Koffeinempfindlichkeit sollten ihren Konsum individuell anpassen.
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Zu viel Koffein kann Unruhe, Schlafprobleme oder Herzklopfen auslösen. Stark gesüßter Kaffee kann außerdem Blutzuckerschwankungen begünstigen.
Fazit
Kaffee ist weder Wundermittel noch grundsätzlich schädlich. Entscheidend sind Menge, Zubereitung und persönliche Verträglichkeit.
Quelle: BILD