Startseite Gesundheit Neue Studie stellt infrage, wie gesund Tee wirklich ist

Neue Studie stellt infrage, wie gesund Tee wirklich ist

Tea
New Africa / Shutterstock.com

Tee gehört für viele Menschen fest zum Tagesablauf.

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Er gilt als beruhigend, bekömmlich und als gesündere Alternative zu zuckerhaltigen Getränken. Neue wissenschaftliche Untersuchungen legen jedoch nahe, dass der tägliche Teekonsum auch bislang wenig beachtete Risiken bergen kann.

Forschung rückt Mikroplastik in den Fokus

Eine Studie der Universität Birmingham, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science of the Total Environment, untersuchte mehr als 150 heiße und kalte Getränke.

Dabei stellten die Forschenden fest, dass heißer Tee die höchsten Mengen an Mikroplastik enthielt.

Der Studienleiter Professor Mohamed Abdallah erklärte, dass Tee bis zu 60 Mikroplastikpartikel pro Liter enthalten könne, was etwa 12 bis 15 Partikeln pro Tasse entspreche. Zum Vergleich: Energydrinks lagen deutlich niedriger, ebenso Softdrinks.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass hohe Temperaturen die Freisetzung von Plastikpartikeln begünstigen.

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Auch die Art des Gefäßes spielt eine Rolle. Laut einem Bericht der Telegraph enthalten Einwegbecher mit Kunststoffbeschichtung mehr Partikel als Tee aus einer Glastasse.

Warum Mikroplastik problematisch sein könnte

„Mikroplastik sind winzige Partikel, die entweder durch den Zerfall größerer Kunststoffteile entstehen oder gezielt hergestellt werden“, sagte Abdallah. „Sie sind inzwischen in Wasser, Lebensmitteln, der Luft und sogar im menschlichen Gewebe nachweisbar.“

Zwar sind die Auswirkungen auf den Menschen noch nicht abschließend geklärt, doch Labor- und Tierstudien bringen Mikroplastik mit Entzündungen, hormonellen Störungen und Veränderungen der Darmflora in Verbindung.

Teebeutel und weitere Faktoren

Ein zusätzlicher Aspekt sind Teebeutel selbst. Moderne Materialien wie Nylon oder Biokunststoffe können beim Aufgießen Partikel freisetzen.

Außerdem enthalten Teesorten Tannine, die die Aufnahme von pflanzlichem Eisen hemmen können – besonders relevant für Vegetarierinnen, Veganer und Schwangere.

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Wie sich Risiken reduzieren lassen

Fachleute raten zu losem Tee, kunststofffreien Beuteln und dem Verzicht auf beschichtete To-go-Becher. In Maßen genossen bleibt Tee für die meisten Menschen weiterhin ein sicheres Getränk.

Quelle: University of Birmingham / Science of the Total Environment, Express