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Neue Studie zeigt die Gefahren des Frühstücksverzichts

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Für viele Menschen wirkt es verlockend, das Frühstück auszulassen – sei es aus Zeitmangel oder in der Hoffnung, Kalorien zu sparen.

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Eine aktuelle wissenschaftliche Auswertung legt jedoch nahe, dass dieser Verzicht mit erheblichen gesundheitlichen Nachteilen verbunden sein kann.

Was die Forschung zeigt

Eine in der Fachplattform ScienceDirect veröffentlichte Übersichtsarbeit analysierte zahlreiche frühere Studien zum Thema Frühstücksverzicht.

Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass das Auslassen der ersten Mahlzeit des Tages mit verschiedenen negativen Effekten auf den Körper verbunden ist.

Besonders häufig zeigten sich Zusammenhänge mit Übergewicht sowie einer gestörten Regulation von Hunger und Energiehaushalt. Hormonelle Veränderungen scheinen dabei eine zentrale Rolle zu spielen.

Auswirkungen auf Darm und Stoffwechsel

Die Analyse deutet außerdem darauf hin, dass ein Verzicht auf das Frühstück die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen kann.

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Veränderungen im Mikrobiom stehen laut den Forschenden im Zusammenhang mit Entzündungsprozessen und Stoffwechselstörungen.

Diese Faktoren könnten langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Mögliche Folgen für Psyche und Leistungsfähigkeit

Neben körperlichen Auswirkungen beschreibt die Studienübersicht auch Zusammenhänge mit kognitiven und psychischen Faktoren.

Unregelmäßige Mahlzeiten am Morgen werden mit Konzentrationsproblemen, Stimmungsschwankungen sowie einem erhöhten Risiko für Angstzustände und depressive Symptome in Verbindung gebracht.

Als möglicher Mechanismus wird eine gestörte Regulation von Neurotransmittern diskutiert.

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Einschätzung aus der Medizin

Der Kardiologe Dr. Francisco Lopez-Jimenez von der Mayo Clinic bestätigt diese Beobachtungen.

Er verweist darauf, dass frühere Studien ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen bei Menschen ohne Frühstück gezeigt hätten.

Besonders am Morgen könne ein erhöhter Adrenalinspiegel in Kombination mit fehlender Nahrungsaufnahme zusätzlichen Stress für den Körper verursachen.

Fazit

Insgesamt unterstreicht die Auswertung, dass das Frühstück für viele Menschen eine wichtige Rolle für Stoffwechsel, Herzgesundheit und geistiges Wohlbefinden spielen könnte.

Quelle: Express; ScienceDirect; Mayo Clinic

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