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Scans enthüllen enormen Energiebedarf des autistischen Gehirns

Doctor using computer to analyzing brain MRI in radiology room of the hospital
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Wir alle verarbeiten die Welt auf unsere eigene einzigartige Weise und filtern einen konstanten Strom von Eindrücken, Geräuschen und sozialen Hinweisen. Manchmal funktioniert dieser interne Filter anders und prägt die alltäglichen Erfahrungen. Nun bietet ein tiefer Einblick in das menschliche Nervensystem neue Erkenntnisse.

Etwa drei Prozent der achtjährigen Kinder erhalten heute eine Autismus-Diagnose. Die Erkrankung beeinflusst alles, von täglichen Interaktionen bis hin zu physischen Umgebungen, doch sie äußert sich selten bei zwei Personen exakt gleich.

Seit Jahrzehnten versuchen medizinische Experten herauszufinden, warum manche Individuen mit schweren täglichen Hürden konfrontiert sind, während andere das Leben mit Leichtigkeit meistern. Das biologische Rätsel bleibt äußerst komplex.

Genetische Faktoren machen 80 Prozent der Unterschiede zwischen autistischen und neurotypischen Menschen aus, so die Wissenschaftsseite Videnskab. Dennoch blieben die genauen physischen Mechanismen ein Geheimnis.

Die chemischen Botenstoffe

Ein Forschungsteam der Universität Süddänemark veröffentlichte kürzlich neue Details zur zellulären Kommunikation. Es kartierte die Gehirne von 30 autistischen Erwachsenen und 30 neurotypischen Erwachsenen.

Mithilfe fortschrittlicher Bildgebungstechnologie verfolgten die Forscher einen hochspezifischen Rezeptor, bekannt als Dopamin-D2-Rezeptor. Diese mikroskopische Struktur hilft bei der Regulierung der Stimmung.

Die wenigen zugelassenen Medikamente zur Behandlung schwerer autistischer Irritationen zielen tatsächlich auf genau diese Rezeptoren ab. Dies ist von Bedeutung. Videnskab merkt an, dass bis zu 90 Prozent der autistischen Kinder mit intensiver täglicher Frustration zu kämpfen haben.

Die neuen Scans zeigten ein klares Muster. Autistische Erwachsene hatten in bestimmten Regionen ihres Gehirns signifikant mehr dieser D2-Rezeptoren.

Hoher Energiebedarf

Eine höhere Anzahl von Rezeptoren erhöhte direkt den zellulären Energieverbrauch. Die Forscher fanden heraus, dass Regionen, die mit D2-Rezeptoren dicht besetzt waren, große Mengen an Glukose benötigten, um funktionsfähig zu bleiben.

Jedes stark beanspruchte System benötigt zusätzlichen Treibstoff, um eine hohe Arbeitslast zu bewältigen. Das menschliche Gehirn ist da keine Ausnahme.

Hinter den Kulissen vermuten Wissenschaftler, dass diese erhöhte chemische Aktivität die Kommunikationswege im Kopf drastisch verändern könnte. Diese verschobene Signalübertragung könnte die einzigartigen sensorischen Empfindlichkeiten erklären, die mit Autismus verbunden sind.

Ein unterstützender Fokus

Die medizinische Forschung versucht nicht, die Kernpersönlichkeit autistischer Menschen zu verändern. Die aktuelle Unterstützung basiert hauptsächlich auf pädagogischer Hilfe und einfachen Anpassungen der Umgebung.

Durch ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Chemie hoffen Wissenschaftler, intelligentere Wege zu entwickeln, um echte Schwierigkeiten wie schwere Angstzustände und Schlafstörungen zu lindern. Bessere Wissenschaft könnte auch das soziale Stigma reduzieren.

Die Entdeckung dieser hochaktiven Dopaminrezeptoren liefert eine entscheidende neue Karte für zukünftige Studien. Sie markiert einen willkommenen Fortschritt für die medizinische Wissenschaft.

Quellen: Videnskab, Universität Süddänemark, CDC