Smartphones sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Wir nutzen sie für die Arbeit, zur Unterhaltung und um mit anderen in Kontakt zu bleiben.
Oft begleiten sie uns sogar ins Bett. Viele Menschen behalten ihr Handy auch nachts in der Nähe – als Wecker oder einfach aus Gewohnheit.
Aber ist das wirklich unbedenklich? Manche sorgen sich wegen möglicher Strahlung, andere eher wegen schlechterem Schlaf. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Fakten.
Schadet es der Gesundheit, wenn man neben dem Handy schläft?
Einige glauben, dass es gefährlich sein könnte, das Handy nachts in Kopfnähe zu lassen. Die Sorge um elektromagnetische Strahlung besteht schon seit Jahren.
Doch laut Expertinnen und Experten gibt es keine stichhaltigen Beweise dafür, dass das Schlafen in der Nähe des Handys Krebs oder andere Gesundheitsprobleme verursacht, wie die Zeitung El Economista berichtet.
Alberto Nájera, Professor an der Universität Castilla-La Mancha, erklärt: Wenn Handystrahlung wirklich schädlich wäre, würden wir weltweit ernsthafte gesundheitliche Auswirkungen feststellen.
Menschen benutzen ihre Smartphones jeden Tag und über viele Stunden hinweg – dennoch konnte kein direkter Zusammenhang zwischen Handynutzung und schweren Erkrankungen nachgewiesen werden.
Die Strahlungswerte von Handys sind zudem sehr gering, wenn das Gerät nicht aktiv genutzt wird. Die meisten Emissionen entstehen beim Telefonieren, Surfen oder beim Versenden von Nachrichten.
Im Leerlauf gibt das Handy kaum Strahlung ab. Das zeigt sich auch am langsamen Akkuverbrauch, wenn das Gerät ungenutzt bleibt – ein Zeichen dafür, dass es nicht dauerhaft Signale sendet.
Zudem unterliegen Handys gesetzlichen Vorschriften: Die Strahlungswerte aller Modelle auf dem Markt müssen strenge Grenzwerte einhalten, die deutlich unterhalb der gesundheitlich bedenklichen Schwelle liegen.
Wie das Handy den Schlaf beeinflusst
Auch wenn die Strahlung kein Problem darstellt, kann die Handynutzung vor dem Schlafengehen dennoch negative Folgen haben. Das Hauptproblem ist das blaue Licht, das vom Bildschirm ausgeht.
Diese Art von Licht beeinflusst die Produktion von Melatonin – ein Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert.
Zu viel Bildschirmzeit am Abend kann das Einschlafen erschweren. Selbst wenn man müde ist, erkennt der Körper möglicherweise nicht, dass es Zeit zum Schlafen ist. Auf Dauer kann das zu Schlafstörungen oder sogar zu Schlaflosigkeit führen.
Sollte man das Handy nachts lieber weglegen?
Sie müssen das Smartphone nicht komplett aus dem Schlafzimmer verbannen, aber kleine Änderungen können Ihre Schlafqualität deutlich verbessern.
Stellen Sie es beispielsweise auf lautlos oder legen Sie es außer Reichweite. Wenn Sie es als Wecker verwenden, wäre ein klassischer Wecker eine gute Alternative.
Am wichtigsten ist jedoch, die Bildschirmzeit vor dem Einschlafen zu reduzieren. Verzichten Sie auf das Scrollen durch soziale Medien oder das Ansehen von Videos kurz vor dem Zubettgehen.
Ihr Körper wird es Ihnen mit besserem Schlaf und mehr Energie am nächsten Tag danken.