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Studie: Cannabis könnte helfen, eine weit verbreitete Krankheit rückgängig zu machen

Cannabis
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Forscher entdecken: Cannabis-Wirkstoffe könnten bei der Reparatur der Leber helfen.

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Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Verbindungen aus Cannabis dazu beitragen könnten, eine Erkrankung zu verbessern, die Millionen Menschen weltweit betrifft.

Die Krankheit, bekannt als metabolisch bedingte steatotische Lebererkrankung (MASLD), betrifft laut vom National Institutes of Health zitierter Forschung etwa ein Drittel der Erwachsenen weltweit.

Allein in den Vereinigten Staaten sind etwa 4,5 Millionen Menschen davon betroffen.

MASLD entsteht, wenn sich überschüssiges Fett in der Leber ansammelt, was schließlich zu Entzündungen, Leberschäden und anderen Stoffwechselproblemen führen kann.

Untersuchte Wirkstoffe

Forscher der Hebrew University of Jerusalem untersuchten zwei in Cannabis vorkommende Verbindungen: Cannabidiol (CBD) und Cannabigerol (CBG).

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Im Gegensatz zu THC, der wichtigsten psychoaktiven Substanz in Cannabis, verursachen CBD und CBG keinen Rauschzustand.

Die Studie, veröffentlicht im British Journal of Pharmacology, zeigte, dass die Verbindungen in experimentellen Modellen den Fettgehalt in der Leber deutlich reduzierten und die Stoffwechselfunktion verbesserten.

Wie der Prozess funktioniert

Nach Angaben der Forscher scheinen die Verbindungen einen Prozess namens metabolisches Remodeling in den Leberzellen auszulösen.

Studienleiter Joseph Tam, Direktor des Multidisciplinary Center for Cannabinoid Research an der Hebrew University, sagte, die Ergebnisse zeigten einen neuen Mechanismus.

„Unsere Ergebnisse identifizieren einen neuen Mechanismus, durch den CBD und CBG die Energie- und Lysosomenfunktion der Leber verbessern“, sagte Tam.

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Der Prozess erhöht den Spiegel von Phosphokreatin, einem Molekül, das an der Energieversorgung der Zellen beteiligt ist, und steigert Enzyme, die helfen, schädliche Stoffe aus den Zellen zu entfernen.

Nicht gleichzusetzen mit Freizeitkonsum

Die Forscher betonen, dass die Ergebnisse nicht bedeuten, dass das Rauchen von Cannabis dieselben Vorteile bringt.

Die Studie konzentriert sich auf spezifische Verbindungen, die unter kontrollierten Bedingungen isoliert wurden.

Eine separate Studie der McMaster University, veröffentlicht im Canadian Journal of Psychiatry, hat den THC-Konsum bei jüngeren Menschen mit einem erhöhten Risiko für Angststörungen, Depressionen und Suizidgedanken in Verbindung gebracht.

„Wir sehen, dass Kanadier, die Cannabis konsumieren, häufiger die Kriterien für Angst- und depressive Störungen erfüllen“, sagte Jillian Halladay, Assistenzprofessorin an der McMaster University.

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Wissenschaftler sagen, die Ergebnisse seien vielversprechend, betonen jedoch, dass weitere Studien – einschließlich klinischer Studien – notwendig sind, bevor mögliche Behandlungen entwickelt werden können.

Quellen: British Journal of Pharmacology, Hebrew University of Jerusalem, National Institutes of Health, Canadian Journal of Psychiatry