Während sich Hobbygärtner über längere Tage und wärmere Temperaturen freuen, steigt gleichzeitig die Sorge vor tierischen Schädlingen, die Pflanzen anfressen, Samen stehlen oder Beete unterhöhlen. Doch eine ungewöhnliche Methode macht aktuell die Runde: Wattebäusche sollen Abhilfe schaffen.
Das berichtet die Zeitung Mirror.
Gärtnerinnen und Gärtner werden derzeit dazu aufgerufen, im April gezielt Wattebäusche im Garten zu verteilen. Was zunächst ungewöhnlich klingt, basiert auf einem einfachen Prinzip. Denn wie das Umweltportal Ark Wildfire erklärt, meiden Ratten intensive Gerüche.
Wer Watte mit ätherischen Ölen wie Pfefferminze, Eukalyptus oder Citronella tränkt, schafft damit eine duftende Barriere, die von Nagetieren gemieden wird.
Die kleinen Plagegeister sind nicht nur hartnäckig, sondern auch äußerst vermehrungsfreudig: Ein einziges Weibchen kann laut Angaben bis zu 140 Nachkommen pro Jahr zur Welt bringen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig gegenzusteuern – idealerweise ohne den Einsatz giftiger Substanzen, die auch anderen Tieren schaden könnten.
Neben dem Watte-Trick lassen sich Ratten auch durch Cayennepfeffer, Essig oder Bleichmittel fernhalten. Ebenso wirksam ist eine gezielte Bepflanzung: Minze, Knoblauch, Zwiebeln oder Fenchel wirken abschreckend, und auch Lavendel, Katzenminze oder Ringelblumen helfen laut Ark Wildfire dabei, den Garten auf natürliche Weise zu schützen.
Wer regelmäßig duftende Pflanzen zerdrückt und Schnittreste gezielt in Rattenlöcher streut, verstärkt die Wirkung zusätzlich. Mit wenig Aufwand lässt sich so ein Garten schaffen, der nicht nur schön, sondern auch widerstandsfähig gegen ungebetene Gäste ist – ganz ohne Chemie.