Besonders beliebt: die Hortensie. Sie ist pflegeleicht, kommt mit wenig Sonne aus, liebt Feuchtigkeit und belohnt mit farbenprächtigen Blüten – oft bis in den Herbst hinein. Doch was tun, wenn die Pflanze schwächelt?
Die Antwort liegt überraschend nah – in der Speisekammer. Denn laut Experten verhilft ausgerechnet eine einfache Kartoffel Ihrer Hortensie zu einem gesunden Start in die neue Saison.
Der Trick ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: Pflanzenableger, die man zur Vermehrung nutzen möchte, werden zunächst in eine rohe Kartoffel gesteckt, bevor sie in die Erde kommen.
Diese Methode sorgt dafür, dass der Steckling kontinuierlich mit Feuchtigkeit versorgt wird – ein entscheidender Vorteil in der empfindlichen Phase der Wurzelbildung.
Das berichtet die Zeitung Mirror.
Elise Harlock, Blumenexpertin bei Prestige Flowers, betont im Gespräch mit Devon Live, dass die Kartoffel ein überraschend nützliches Gartenwerkzeug sei. Sie biete dem Ableger nicht nur Stabilität, sondern halte ihn auch dauerhaft feucht – ideale Bedingungen also für das Anwachsen.
Zusätzlich empfiehlt Harlock, den Steckling vor dem Einsetzen in die Kartoffel in ein Bewurzelungshormon zu tauchen. Das fördere die Wurzelbildung, sei jedoch kein Muss. Die Kartoffel wird anschließend mitsamt Steckling in gut durchlässige Erde gesetzt – nur der obere Teil des Ablegers sollte aus dem Boden ragen.
Sobald sich Widerstand beim leichten Ziehen an der Pflanze zeigt, haben sich Wurzeln gebildet. Nun kann der junge Trieb umgepflanzt werden – entweder in einen größeren Topf oder direkt ins Beet. Doch Vorsicht: Junge Pflanzen sind empfindlich und sollten im Freien regelmäßig kontrolliert werden.
Mit diesem ungewöhnlichen, aber effektiven Kniff könnte Ihr Garten also schon bald in neuem Glanz erstrahlen.