Marder gehören zu den anpassungsfähigsten Wildtieren Europas. Die flinken Nachtschwärmer nutzen sowohl Wälder als auch Siedlungsräume, um Nahrung, Verstecke und sichere Rückzugsorte zu finden.
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Deshalb tauchen sie immer wieder in Wohngebieten auf – auch in Gärten, Schuppen oder Garagen.
Das Wohnmagazin myHOMEBOOK hat zusammengetragen, woran sich ein Besuch erkennen lässt und welche Risiken die Tiere mit sich bringen.
Welche Arten Gärtnern begegnen können
Wenn umgangssprachlich von „dem Marder“ die Rede ist, handelt es sich im Siedlungsbereich meist um Stein- oder Baummarder.
Nach Angaben von myHOMEBOOK zählen beide Arten zu den regelmäßigen Gästen in dicht besiedelten Gebieten.
Sie nutzen Wege, Zäune und Hecken als Korridore, um nachts zwischen ihren Jagdgebieten und möglichen Unterschlüpfen zu wechseln.
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Typische Spuren im Garten
Laut der Berichterstattung zeigen Marder ein auffällig strukturiertes Verhalten: Sie richten unterschiedliche Orte für Schlafen, Fressen und Ausscheidungen ein. Deshalb können feste, immer wieder aufgesuchte Stellen mit Kot oder Nahrungsresten ein deutlicher Hinweis sein.
Auch verwühlte Bodenflächen oder kleine Trittsiegel – mit sichtbaren Krallen und ungefähr so groß wie eine Zwei-Euro-Münze – gelten als mögliche Spuren.
Die Tiere bewegen sich oft dicht an Gebäuden entlang, was ihre Fußabdrücke oder Schleifspuren dort besonders sichtbar macht.
Nachtaktiv, laut und klar revierbezogen
Wie myHOMEBOOK berichtet, lassen sich Marder in der Dunkelheit gelegentlich hören. Bei Auseinandersetzungen um Reviere stoßen sie markante, häufig sehr schrille Laute aus.
Zusätzlich markieren sie ihre Wege mithilfe von Duftdrüsen, was zu intensiven Geruchsspuren an Häusern, Gartenlauben oder Fahrzeugunterständen führen kann.
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Auch wenn sie neugierig wirken, meiden sie den direkten Kontakt mit Menschen und verschwinden in der Regel schnell, sobald sie eine Begegnung bemerken.
Gefahren für Kleintiere
Für Menschen sind Marder laut myHOMEBOOK normalerweise harmlos. Für frei lebende Kleintiere kann ihre Anwesenheit jedoch problematisch werden.
Die Tiere fressen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung und jagen unter anderem Mäuse, Vögel oder Frösche. Ungesicherte Kaninchen- und Hühnerställe stellen daher ein mögliches Ziel dar.
Fachleute empfehlen deshalb stabile Verschlüsse und ein feinmaschiges Gitter, das den Tieren keinen Zugang ermöglicht.
Mögliche Krankheitsübertragungen
Weil Marder als Wildtiere keine regelmäßige Behandlung gegen Parasiten erhalten, können sie Krankheitserreger übertragen.
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Nach Informationen von myHOMEBOOK kommen insbesondere Würmer und andere Parasiten vor; Virusinfektionen sind ebenfalls möglich.
Sollte der Verdacht bestehen, dass Kot oder Speichel eines Marders mit Menschen oder Haustieren in Kontakt gekommen ist, raten Experten zu einem schnellen Besuch beim Arzt oder Tierarzt, um Risiken frühzeitig abzuklären.
Quellen: myHOMEBOOK