Waldmeister: Vom aromatischen Kraut zur giftigen Gefahr?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

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27/05/2024
Haus und Garten
Foto: Shutterstock
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Richtige Erntezeit für sicheren Genuss.

Frischer Waldmeister ist im Frühsommer kaum wegzudenken und bereichert Bowlen oder Desserts mit seinem einzigartigen Aroma. 

Doch Vorsicht ist geboten, wenn Waldmeister zu blühen beginnt, denn seine Inhaltsstoffe verändern sich, so myHOMEBOOK.

Waldmeister enthält Cumarin, das für den charakteristischen Geschmack sorgt und auch in Zimt vorkommt. 

Cumarin kann in hohen Dosen jedoch gesundheitsschädlich sein, indem es Kopfschmerzen und Benommenheit verursacht und bei regelmäßigem Verzehr die Leber schädigen kann. 

Besonders kritisch ist, dass der Cumaringehalt mit der Blüte des Waldmeisters ansteigt. Deshalb wird empfohlen, Waldmeister kurz vor der Blüte zu ernten, um eine Überdosierung zu vermeiden. 

Das Bundeszentrum für Ernährung rät, auf einen Liter Waldmeisterbowle nicht mehr als drei Gramm des Krautes zu verwenden.

Für den besten Geschmack sollte Waldmeister nach der Ernte über Nacht angewelkt oder eingefroren werden. 

Beim Aromatisieren von Getränken sollten nur die Blätter in die Flüssigkeit getaucht werden, da durch die offenen Enden der Stiele zu viel Cumarin austreten könnte. Ein Waldmeister-Sträußchen sollte etwa 15 Minuten in einem Liter eines Getränks hängen.

Wer Waldmeister im eigenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen möchte, sollte ein schattiges Plätzchen mit viel Feuchtigkeit wählen.

Die Samen benötigen einen Kältereiz, daher ist der Herbst die ideale Zeit zum Säen. Waldmeister breitet sich schnell aus, weshalb eine Wurzelsperre sinnvoll ist.