Katzen altern nicht nach einem festen Zeitplan. Während viele Tiere heute rund 15 Jahre alt werden, beginnt die Lebensphase „Senior“ in der Regel ab etwa zwölf Jahren.
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Faktoren wie Haltung, Ernährung und tierärztliche Betreuung beeinflussen, wie vital eine Katze im Alter bleibt.
Reine Wohnungskatzen erreichen häufig ein höheres Alter als Freigänger.
Berühmtes Beispiel für extreme Langlebigkeit ist die US-Katze Creme Puff, die laut Guinness-Buch der Rekorde 38 Jahre alt wurde.
Seniorenfutter – sinnvoll oder Marketing?
Einige Hersteller kennzeichnen Futter bereits ab sieben Jahren als „Senior“. Fachleute sehen diesen Zeitpunkt jedoch eher als Übergang ins mittlere Alter.
Spezifischere Rezepturen tragen häufig Bezeichnungen wie 10+ oder 12+.
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Da ältere Katzen weiterhin auf eine hochwertige, eiweißreiche Ernährung angewiesen sind, sollte eine Futterumstellung individuell und in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
Typische Altersanzeichen
Mit den Jahren treten häufiger körperliche Veränderungen auf.
„Am häufigsten finden sich bei Katzen Probleme mit den Knochen und Gelenken, ähnlich wie bei Menschen mit Arthrose oder Arthritis. Durch die jahrelangen alltäglichen Belastungen zeigen sich Verschleißerscheinungen und die Bewegungsfähigkeit wird eingeschränkt“, erklärt Tierärztin Dr. Katja Oelmann in einer Pressemitteilung.
Auch Sinnesleistungen können nachlassen: „Aber auch die Sinne lassen nach, sodass beispielsweise Hören und Sehen nach und nach schwerer fallen.“
Gewichtsverlust, verändertes Fressverhalten oder Orientierungsschwierigkeiten sollten ernst genommen werden.
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Oelmann warnt: „Eine hungernde Katze verliert schnell an Gewicht und daher ist eine nicht fressende Katze in meinen Augen tatsächlich ein Notfall.“
Unterstützung im Alltag
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Blut- und Urinanalysen helfen, Erkrankungen früh zu erkennen.
Zuhause erleichtern warme Liegeplätze, niedrige Einstiege bei der Katzentoilette oder kleine Rampen den Alltag.
Trotz möglicher Einschränkungen profitieren Senior-Katzen besonders von Ruhe, festen Routinen und enger Zuwendung.
Quelle: PETBOOK