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Hund springt Besucher an? Experte erklärt einfache Trainingslösung

Cocker spaniel, dog
Kandybka Alina / Shutterstock.com

Für viele Hundehalter gehört es zum Alltag: Der Hund springt zur Begrüßung hoch. Was harmlos wirkt, kann jedoch schnell zu einem Sicherheitsproblem werden.

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Ein erfahrener Hundeverhaltensexperte erklärt, warum dieses Verhalten nicht ignoriert werden sollte – und wie es sich gezielt abtrainieren lässt.

Warum Springen kein Kavaliersdelikt ist

Der klinische Hundeverhaltenstherapeut Will Atherton machte in einem Video deutlich, dass Springen unabhängig von der Größe des Hundes problematisch ist.

„Je nach Größe kann das Verhalten von nervig bis gefährlich reichen – und es gibt keine Rechtfertigung, es zuzulassen“, sagt er.

Anhand eines Chihuahuas erklärte Atherton, dass kleine Hunde nicht anders behandelt werden sollten als große.

Wer bei kleinen Rassen ein Auge zudrückt, sende widersprüchliche Signale und fördere langfristig schlechtes Benehmen.

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Gewünschtes Verhalten statt Verbote

Viele Besitzer reagieren laut Atherton falsch, indem sie ihren Hund wegschieben oder anschreien.

„Wenn du willst, dass dein Hund aufhört zu springen, musst du ihm beibringen, was er stattdessen tun soll“, erklärt er.

Solche Reaktionen würden Verwirrung erzeugen, nicht Verständnis.

Stattdessen empfiehlt er, dem Hund eine klare Alternative anzubieten – etwa das Hinsetzen.

Unterbrechen, umlenken, belohnen

Athertons Methode basiert auf Timing. Unerwünschtes Verhalten wird frühzeitig mit leichtem Leinendruck unterbrochen.

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„Nicht aggressiv“, betont er, „sondern nur so viel, dass das Muster unterbrochen wird.“ Anschließend wird der Hund sofort ins Sitzen geführt.

Sobald der Hund ruhiges Verhalten zeigt, folgt Lob oder eine Belohnung. So lernt er, dass Aufmerksamkeit durch Gelassenheit entsteht.

Nachhaltiger Effekt

Mit konsequenter Umsetzung könne das Springen dauerhaft verschwinden.

„Mit gutem Timing können solche Verhaltensweisen in einer einzigen Trainingseinheit abgebaut werden“, sagt Atherton.

Gleichzeitig stärke das Training die Beziehung zwischen Hund und Halter.

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Quelle: Mirror