Das Brüllen eines Hochleistungssportwagens ist das ultimative Symbol automobiler Kraft.
Während die Welt zu sauberer Energie übergeht, fällt es Autoherstellern schwer, die unverfälschte Faszination mit Batteriestrom zu reproduzieren. Nun soll ein bedeutender Durchbruch in einem historischen Werk unsere Vorstellung von elektrischer Geschwindigkeit verändern.
Mercedes-Benz hat offiziell die Massenproduktion eines neuen leichten Elektromotors aufgenommen. Speziell für die nächste Generation luxuriöser AMG-Hochleistungsfahrzeuge entwickelt, markiert diese innovative Technologie einen massiven Wandel. Laut Reuters bringt sie das Unternehmen der Lösung eines großen technischen Rätsels näher.
Seit Jahren ist der Bau eines elektrischen Sportwagens eine große Herausforderung. Herkömmliche Elektromotoren überhitzen oft, wenn Fahrer sie auf der Rennstrecke an ihre absolute Grenze bringen. Zudem erhöhen schwere Batteriepakete das Gewicht, was das präzise Fahrverhalten, das Sportwagenfans erwarten, beeinträchtigt.
Um dies zu beheben, setzt das Unternehmen auf ein ungewöhnliches Design, bekannt als Axialflussmotor. Die Produktion läuft im ältesten Werk des Unternehmens in Berlin-Marienfelde, das nun als Hochleistungszentrum dient, wie Reuters berichtet.
Wende
Der neue Motor wird im kommenden Mercedes-AMG GT Viertürer-Coupé debütieren. Indem bewiesen wird, dass Batteriestrom extremen Streckenbedingungen standhalten kann, glauben die Führungskräfte, dass dieser Wandel den Markt neu gestalten wird.
Mercedes-Produktionschef Michael Schiebe würdigte den Produktionsmeilenstein in einer öffentlichen Erklärung. „Mit dem Start der Massenproduktion des Axialflussmotors in Berlin-Marienfelde machen wir eine bahnbrechende Innovation für die Elektromobilität zur industriellen Realität“, sagte Schiebe.
Die Technologie unterscheidet sich grundlegend von einem Standard-Elektroauto. Anstelle der üblichen dicken, schweren Zylinder, die Ingenieure scherzhaft als Würste bezeichnen, sind diese neuen Motoren flach und rund.
Aufgrund ihrer einzigartigen Form haben Brancheninsider sie „Pancakes“ genannt. Diese flachen Geräte sind deutlich leichter und wesentlich effizienter als herkömmliche Motoren, wodurch Autos schneller fahren können, ohne übermäßigen Energieverbrauch.
Externe Unterstützung
Die Entwicklung dieser spezialisierten Hardware erforderte neue Ideen. Mercedes erkannte frühzeitig, dass es spezialisiertes Fachwissen benötigte, um das Projekt auf den Weg zu bringen.
Reuters berichtete, dass der Automobilhersteller bereits 2021 externe Hilfe in Anspruch nahm, um seine Forschung zu beschleunigen. Dies geschah durch die Übernahme von YASA, einem in Oxford ansässigen Elektromotorenhersteller.
Durch die Kombination britischer Innovation mit deutscher Fertigungsgröße hofft das Unternehmen, einen massiven Vorsprung vor seinen Luxuskonkurrenten zu sichern. Die neue Linie zeigt, dass sich das Hochgeschwindigkeitsfahren schnell verändert.
Quellen: Reuters