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Steven Seagal in ukrainischem Waffenskandal verwickelt

Steven Seagal
Keith Muratori / Shutterstock.com

Steven Seagal engagiert sich zunehmend in politischen Kreisen.

Seine Verbindungen zu Russland und seine öffentliche Unterstützung für den Kreml haben weit über Hollywood hinaus Aufmerksamkeit erregt.

Nun ist sein Name in einem ganz anderen Kontext aufgetaucht.

Schauspieler genannt

Die Nationalpolizei der Ukraine hat Seagal unter den Personen aufgeführt, die angeblich sogenannte „Trophäenwaffen“ aus den besetzten Ostregionen erhalten haben.

In einer Erklärung teilten die Behörden mit: „Kim Jong Un, Baschar Hafiz al-Assad, Dmitri Medwedew, Sergej Sobjanin, Sergej Lawrow, Ramsan Kadyrow, Steven Seagal, Julija Tscheritschina, Wladimir Solowjow, Alexander Sidjakin und Wladimir Saldo – dies sind die Personen, die ‚Trophäenwaffen‘ vom Anführer der sogenannten ‚DPRK‘, Denis Puschilin, erhalten haben.“

Laut der Kyiv Post, zitiert von Digi24, erhielt Seagal 2016 die russische Staatsbürgerschaft und hat sich seitdem pro-Kreml-Positionen angeschlossen.

Schmuggelnetzwerk

Die Polizei erklärte, die in dem Fall involvierten Waffen seien entweder aus besetzten ukrainischen Gebieten entnommen oder illegal aus dem Ausland eingeführt worden.

Ermittler verfolgten einen Teil der Operation bis in die Slowakei, wo Schusswaffen Berichten zufolge modifiziert wurden, bevor sie weiterverteilt wurden.

„Später wurden sie an Kriminelle verkauft, an illegale bewaffnete Gruppen übergeben und auch als Mittel eingesetzt, um Personen zu ‚ermutigen‘, die kein gesetzliches Recht zum Besitz von Kampfwaffen haben“, hieß es in der Erklärung.

Grenzüberschreitende Festnahmen

Die Ermittlungen haben sich über die Ukraine hinaus erstreckt, wobei Festnahmen in Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden vorgenommen wurden.

„Infolge der Zusammenarbeit mit polnischen Strafverfolgungsbehörden wurden einige der Verdächtigen an der polnischen Grenze festgenommen, als sie versuchten, Waffen illegal in das Hoheitsgebiet dieses Staates einzuführen. Die Waffen wurden beschlagnahmt und die Anklageschriften an ein Gericht in Polen übermittelt“, teilte die Polizei mit.

Beamte erklärten, die Operation habe ein größeres Netzwerk illegaler Schmuggelrouten aufgedeckt.

Waffen beschlagnahmt

Im Rahmen der Ermittlungen wurden weitere Durchsuchungen in mehreren Regionen durchgeführt.

„Mehr als 30 gleichzeitige Durchsuchungen wurden in Kiew, der Region Kiew, den Regionen Transkarpatien und Sumy durchgeführt. Ihre Ergebnisse bestätigten das Ausmaß der illegalen Waffenströme, die in die vorübergehend besetzten Gebiete geleitet werden“, hieß es in der Erklärung.

Die Behörden meldeten die Beschlagnahmung von Schusswaffen, Granatwerfern, Sprengstoffen und großen Mengen Munition.

Quellen: Kyiv Post, Nationalpolizei der Ukraine, Digi24