Während Trumps „menschlicher Drucker“ wegen ihrer Beziehung zum Präsidenten der Vereinigten Staaten in den Schlagzeilen ist, lebt ihr Bruder weit entfernt in einem Land, das von Diktatoren regiert wird. Er scheint damit sehr zufrieden zu sein.
Natalie Harp hat sich einen Ruf als eine der engagiertesten persönlichen Mitarbeiterinnen von Donald Trump erworben.
Informell als sein „menschlicher Drucker“ bekannt, steht sie ihm ständig zur Seite, um ihm täglich Ausdrucke zur Überprüfung bereitzustellen.
Ihr Bruder hingegen führt ein ganz anderes Leben, weit entfernt von Amerika.
Ein starker Kontrast zwischen Geschwistern
Nach Angaben der Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan ist ihre Loyalität tief verwurzelt. Trump selbst habe bemerkt, dass sie sich ebenso um ihn kümmere wie seine eigene Familie. Diese Nähe zeigte sich bei einem sicherheitsrelevanten Vorfall von hoher Brisanz in Ankara, wo sie ihn bei einem geheimen Flugzeugwechsel begleitete.
Tausende Kilometer entfernt führt ihr älterer Bruder Preston Harp jedoch ein radikal anderes Leben. Er lebt in Masatepe, Nicaragua, wo er die sandinistische Regierung offen feiert und sich selbst als Antiimperialisten bezeichnet.
Nicaragua wird von der sandinistischen Partei regiert, die von einem Ehepaar geführt wird, das als Co-Präsidenten amtiert. Dieses Regime wird allgemein als Diktatur angesehen.
Preston beharrt darauf, er habe Frieden unter der Regierung von Daniel Ortega und Rosario Murillo gefunden. Er arbeitet derzeit als Redakteur für den Antikriegsaktivisten S. Brian Willson, der 1987 bei Protesten gegen amerikanische Waffenlieferungen an Nicaragua unter der Regierung Ronald Reagans seine Beine verlor.
Schatten der Vergangenheit
Der starke Kontrast zwischen den Geschwistern entstand aus einer gemeinsamen konservativen Erziehung in Kalifornien. Von streng religiösen Eltern zu Hause unterrichtet, blieb Natalie pflichtbewusst, während Preston durch Rockmusik, Skateboarding und nonkonformistische Bücher rebellierte.
Natalie trat 2019 in Trumps politischen Kreis ein, nachdem sie Knochenkrebs überlebt hatte, wobei sie ihre Genesung seiner „Right to Try“-Gesetzgebung zuschrieb. Doch eine Familientragödie trieb die Geschwister bald noch weiter auseinander.
Als ihr Vater im Juli 2020 durch Suizid starb, zerrissen ihre anhaltenden ideologischen Differenzen ihre verbleibenden familiären Bindungen vollständig.
Preston erklärte der Daily Mail, er habe keine Absicht, in die Staaten zurückzukehren, und fügte hinzu: „Ich kann mich mit dieser Stimmung nicht identifizieren, daher belasse ich es dabei.“