Der Krieg in der Ukraine hat erneut Hoffnungen auf Zurückhaltung zunichtegemacht.
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Ein tödlicher Angriff traf Zivilisten auf dem Heimweg von der Arbeit.
Der Vorfall ereignet sich inmitten von Unklarheit darüber, ob Moskau zugestimmt hatte, Angriffe vorübergehend auszusetzen.
Ukrainische Behörden sagen, der Zeitpunkt werfe neue Fragen über Russlands Absichten und die Glaubwürdigkeit jüngster diplomatischer Aussagen auf.
Tödlicher Angriff auf Bus
Ein russischer Drohnenangriff traf einen Bus in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk und tötete mindestens 12 Menschen, teilten lokale Behörden mit.
Der ukrainische Rettungsdienst berichtete, dass nach dem Einschlag ein Feuer ausbrach, das später von Feuerwehrleuten gelöscht wurde.
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Der Regionalgouverneur Oleksandr Hanzha sagte, sieben weitere Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden.
Der Energiekonzern DTEK erklärte, bei den Getöteten und Verletzten handele es sich um seine Mitarbeiter, die nach ihrer Schicht an einer nahegelegenen Anlage auf dem Heimweg waren.
Das Unternehmen sagte, der Angriff sei Teil eines größeren russischen Angriffs auf eine seiner Minen in der Region gewesen.
Offizielle Verurteilung
Der ukrainische Energieminister Denys Shmyhal bezeichnete den Vorfall als gezielt.
„Heute hat der Feind einen zynischen und gezielten Angriff auf Arbeiter des Energiesektors in der Region Dnipropetrowsk durchgeführt“, sagte er.
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Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff ebenfalls und nannte ihn ein Verbrechen.
„Der heutige russische Angriff auf einen Bus in der Region Dnipropetrowsk ist ein Verbrechen, ein demonstratives Verbrechen, das erneut zeigt, dass Russland für die Eskalation verantwortlich ist. Das Böse muss gestoppt werden“, schrieb er auf Telegram.
Verwirrung um Waffenruhe
Der Angriff erfolgte nur wenige Tage nachdem US-Präsident Donald Trump gesagt hatte, er habe den russischen Präsidenten Wladimir Putin gebeten, Angriffe auf ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. Trump erklärte, Putin habe zugestimmt.
„Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kyjiw und die Städte und Gemeinden zu schießen“, sagte Trump während einer Kabinettssitzung.
„Und er hat dem zugestimmt. Und ich muss sagen, das war sehr nett.“
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Der Kreml schien später jedoch den Umfang dieser Aussage einzuschränken.
Widersprüchliche Signale
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am 30. Januar, Trump habe Russland nur gebeten, Kyjiw bis zum 1. Februar nicht anzugreifen, „um günstige Bedingungen für Verhandlungen zu schaffen“.
Die unterschiedlichen Darstellungen haben Unsicherheit darüber ausgelöst, ob überhaupt eine umfassendere Pause geplant war.
Ukrainische Behörden haben wiederholt gewarnt, dass russische Aussagen über Zurückhaltung oft nicht mit den tatsächlichen Handlungen vor Ort übereinstimmen.
Quellen: Ukrainische Behörden, Daily Express.