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„Damit kann man sich wahrscheinlich nur selbst erschießen“: Putins Soldaten verreißen neue Anti-Drohnen-Schrotflinte

Vladimir Putin (1)
miss.cabul / Shutterstock.com

Nicht die Art von Reaktion, von der man träumt, wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt…

Moderne Schlachtfelder verändern sich schnell.

Infanteristen müssen mittlerweile immer schwerere Ausrüstung tragen, um tödliche neue Bedrohungen aus der Luft zu überleben.

Doch wenn Hersteller neuartige Waffen zur Lösung dieser Probleme auf den Markt bringen, kann die Reaktion vor Ort äußerst negativ ausfallen.

Kritik an der Ausrüstung

Ein prominenter russischer Waffenhersteller stellte kürzlich eine handliche Einzelschuss-Schrotflinte im Kaliber 12 vor, die zum Abschuss von Miniatur-Quadrocoptern gedacht ist. Der Kalaschnikow-Konzern hob die Waffe als einen bedeutenden Fortschritt hervor.

Die Waffe wiegt 1,8 Kilogramm und verfügt über einen klappbaren Schaft. Laut The Armourer’s Bench wurde diese Funktion hinzugefügt, um den Transport der Waffe für mobile Truppen zu erleichtern. Das Zentrale Forschungsinstitut für Präzisionsmaschinenbau war für die Entwicklung verantwortlich.

Branchenjuroren verliehen dem Projekt sogar eine Goldmedaille auf einer Innovationsausstellung. Neben der Waffe präsentierten die Entwickler spezielle Mehrfachgeschossmunition in den Kalibern 5,45 × 39 mm und 7,62 × 54 mmR, um der Infanterie im Krieg in der Ukraine bessere Möglichkeiten zur Bekämpfung von Luftzielen zu geben.

Wut an der Front

Doch Auszeichnungen auf Fachmessen bedeuten den Infanteristen, die Sprengsätzen ausweichen, sehr wenig.

United24Media berichtete, dass Militärblogger und aktive Soldaten das Gerät gleichermaßen umgehend verrissen.

Kritiker weisen darauf hin, dass es völlig unpraktisch sei, einen Soldaten zu zwingen, eine zusätzliche Last für nur einen Schuss zu tragen.

Sie argumentieren, die Ergonomie sei unhandlich und das Nachladen dauere viel zu lange. Die Waffe könne einfach keine schnellen, wendigen Ziele bekämpfen.

Die Empörung in den sozialen Medien verbreitete sich rasch. Verärgerte Kommentatoren schlugen vor, der Staat solle stattdessen in bessere Verteidigungstechnologie investieren.

Ein Kritiker schrieb angeblich eine bissige Rezension der Schusswaffe und erklärte: „Damit kann man sich wahrscheinlich nur selbst erschießen.“

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Ein bekanntes Muster

Es bleibt abzuwarten, ob Kalaschnikow das Gerät tatsächlich in großen Stückzahlen produzieren wird. Vorerst handelt es sich lediglich um einen Prototyp. Fronttruppen debattieren weiterhin darüber, ob diese Nischenprodukte einen echten Nutzen gegen Drohnenbedrohungen bieten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass der Hersteller mit einer kontroversen Vorstellung Aufsehen erregt. Auf einer Rüstungsmesse im Nahen Osten stellte das Unternehmen Anfang des Jahres eine tragbare Loitering Munition namens Rus-PE vor.

Das Unternehmen prahlte damit, es handle sich um ein brandneues, KI-gestütztes System.

Unabhängige Analysten bemerkten schnell frappierende Ähnlichkeiten zu einer israelischen Drohne namens Hero-90. Laut The Armourer’s Bench ahmte die russische Plattform die physische Gestaltung, das Startrohr und die Zielerfassungssoftware der westlich entwickelten Waffe in hohem Maße nach.