Versprechen sind leicht zu geben, wenn alle zusehen.
Sie zu halten, sobald die Kameras wegschauen, ist eine völlig andere Geschichte.
Aktuell bricht eine internationale Vereinbarung auseinander, noch bevor sie überhaupt eine Chance hatte zu beginnen.
Putin nimmt Stellung
Nach den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Russland erklärte Putin, er glaube, der Krieg in der Ukraine „gehe zu Ende.“
„Ich denke, der (Krieg in der Ukraine) geht zu Ende“, sagte der russische Präsident Journalisten im Kreml laut dem Kyiv Independent.
Putin machte erneut den Westen für den Konflikt verantwortlich und behauptete, ein „globalistischer Flügel westlicher Eliten kämpfe durch die Hände der Ukrainer gegen uns.“
Parade ohne Panzer
Die diesjährige Parade zum Tag des Sieges wirkte wesentlich kleiner als frühere Feierlichkeiten.
Zum ersten Mal seit Jahren verzichtete Moskau darauf, Panzer und wichtiges militärisches Gerät auf dem Roten Platz zu zeigen, und setzte stattdessen auf große Videobildschirme, die Aufnahmen von Militärausrüstung zeigten.
Nordkoreanische Truppen marschierten während der Parade, was die Vertiefung der Beziehungen Moskaus zu Pjöngjang unterstreicht.
„Der Sieg war schon immer unser, und er wird es immer sein!“, erklärte Putin während seiner Rede.
Waffenruhe bricht zusammen
Trotz einer angeblichen dreitägigen Waffenruhe, die von Moskau angekündigt wurde, gingen die Kämpfe in der gesamten Ukraine weiter.
Regionale Beamte sagten, russische Angriffe hätten im Laufe des letzten Tages mindestens einen Zivilisten getötet und mindestens 19 weitere verletzt.
Das ukrainische Militär meldete ebenfalls 147 Kampfhandlungen entlang der Frontlinie während der Waffenruhe.
Eine russische Drohne soll ein Wohngebäude in Charkiw getroffen haben, während Angriffe Häuser und Infrastruktur in mehreren ukrainischen Regionen beschädigten.
Friedensgespräche stocken
Putin sagte, er würde sich möglicherweise mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Drittland treffen, um ein Friedensabkommen abzuschließen, jedoch nicht für die Verhandlungen selbst.
Unterdessen behauptete Kreml-Berater Juri Uschakow, Friedensgespräche könnten nicht vorankommen, es sei denn, die Ukraine gebe Gebiete in der Donbass-Region auf.
Kiew hat wiederholt abgelehnt, weiteres Land abzutreten, und fordert stattdessen weiterhin einen bedingungslosen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinien.
Der Kreml bestätigte zudem, er erwarte, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner Moskau bald erneut für weitere Gespräche besuchen.
Quellen: Kyiv Independent, russische Staatsmedien, ukrainische Regionalbehörden