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Drei von fünf nordkoreanischen Soldaten, die für Russland kämpfen, wurden getötet oder verwundet

Drei von fünf nordkoreanischen Soldaten, die für Russland kämpfen, wurden getötet oder verwundet
SFC KEITH J. GARDNER, Public domain, via Wikimedia Commons

Neue Geheimdienstinformationen aus Seoul geben Einblick in das Ausmaß der nordkoreanischen Beteiligung am russischen Krieg gegen die Ukraine.

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Nach Angaben südkoreanischer Behörden sind die Verluste unter den von Pjöngjang entsandten Truppen erheblich.

Hohe Verluste

Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass rund 6.000 nordkoreanische Soldaten, die an der Seite russischer Streitkräfte kämpfen, getötet oder verwundet wurden, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap.

Etwa 10.000 nordkoreanische Soldaten sowie 1.000 Militäringenieure sollen in der russischen Region Kursk nahe der Front stationiert sein.

Die Zahl der Verluste deutet darauf hin, dass mehr als die Hälfte der Entsandten verletzt oder getötet wurde.

Die Einschätzung des Geheimdienstes wurde veröffentlicht, während die Rolle Pjöngjangs bei der Unterstützung von Moskaus Kriegsanstrengungen zunehmend in den Fokus rückt.

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Zurückgekehrte Soldaten

Die Behörde berichtete außerdem, dass etwa 1.100 Soldaten im Dezember 2025 nach Nordkorea zurückgekehrt seien.

Beamte gehen jedoch davon aus, dass diese Truppen erneut nach Russland entsandt werden könnten, um weiterhin an den Kämpfen teilzunehmen.

Trotz der gemeldeten Verluste habe Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes Kampferfahrung gesammelt.

„Trotz 6.000 Verlusten hat das nordkoreanische Militär Ergebnisse beim Erwerb moderner Gefechtstaktiken und von Gefechtsfelddaten erzielt sowie seine Waffensysteme mit technischer Unterstützung Russlands modernisiert“, erklärte die Behörde.

Gewonnene Erkenntnisse

Dem Bericht zufolge hat Pjöngjang eine neue Abteilung für unbemannte Luftfahrzeuge eingerichtet und arbeitet an der Entwicklung und Massenproduktion von Drohnen.

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Nordkoreanische Staatsmedien zeigten im Juni Aufnahmen von Machthaber Kim Jong Un, der um im Ukraine-Krieg gefallene Soldaten trauerte.

Im August zeichnete Kim Soldaten und Kommandeure aus, die an Einsätzen in der Region Kursk teilgenommen hatten, und traf sich mit den Familien der Getöteten.

Quellen: Digi24, Yonhap, südkoreanischer Geheimdienst