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Experten bezeichnen Putins neue Atomwaffe als „ziemlich nutzlos“ – aber als großes Risiko für russische Besatzungen

Vladimir Putin, Oreshnik ballistic missile
photoibo / Shutterstock.com

Globale Militäringenieure verschieben ständig Grenzen, um den ultimativen taktischen Vorteil zu finden.

Die unerbittliche Jagd nach Macht bringt manchmal Waffen hervor, die in der Realität pures Chaos verursachen. Aktuell löst ein experimentelles Projekt massive Besorgnis aus.

Radioaktiver Ausstoß

Laut der Daily Mail hat ein Expertenteam eine Warnung vor einer russischen Waffe namens Burewestnik ausgesprochen.

Bei dem Gerät handelt es sich um einen Marschflugkörper, der von einem winzigen Kernreaktor angetrieben wird. Westliche Analysten bezeichnen ihn oft als Skyfall.

Der Antrieb verleiht der Waffe eine nahezu unbegrenzte Flugreichweite, wodurch sie Ziele aus völlig unvorhersehbaren Winkeln anfliegen kann. Doch diese Reichweite hat einen hohen Preis.

Forschern zufolge presst der Antrieb Außenluft direkt durch den heißen Reaktorkern, bevor er sie wieder ausstößt. Jake Hecla, Professor am MIT, erläuterte den Fehler. „Der direkte Zyklus wird sehr wahrscheinlich zu einer großen Menge radioaktiven Materials im Abgas führen“, sagte Hecla.

Gefahr am Boden

Aufgrund dieses radikalen Designs würde der Marschflugkörper wahrscheinlich radioaktive Partikel entlang seiner gesamten Flugbahn ausstoßen und den Himmel vergiften. Dies bringt jeden, der in der Nähe der abgelegenen Testgelände lebt, in schreckliche Gefahr.

Der Raketenexperte Jeffrey Lewis vom Middlebury College hielt sich in seiner Einschätzung gegenüber der Publikation nicht zurück. „Dieses Ding ist ein Umweltalbtraum“, bemerkte Lewis.

Die Waffe birgt zudem massive Risiken für die Besatzungen, die versuchen, sie einzusetzen. „Allein die Frage, wie man so etwas sicher belädt, ist meiner Meinung nach wirklich ziemlich herausfordernd“, sagte Lewis.

Das Projekt hat bereits tödliche Rückschläge erlebt. Eine mysteriöse Explosion im Jahr 2019 vor der russischen Küste tötete mehrere Nuklearwissenschaftler. Experten vermuten, dass diese Explosion geschah, während Besatzungen einen versunkenen Prototyp vom Meeresboden bargen.

Ziel verfehlt

Selbst mit all diesen Risiken könnte der Skyfall die globalen Machtverhältnisse möglicherweise nicht wirklich verändern.

In einer überraschenden Wendung erklärte Lewis der Daily Mail, dass der Marschflugkörper praktisch nutzlos zu sein scheine. Er sei im Grunde nur ein sich langsam bewegendes Ziel.

„Es ist bei Weitem keine bahnbrechende Idee“, sagte Lewis. „Wir sind heute in der Lage, Marschflugkörper routinemäßig abzuschießen, und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass dies besonders schwieriger sein wird“, erklärte er.

Das Projekt ist ein beängstigendes Experiment. „Dies ist etwas, das möglich, aber ungeheuer teuer und sehr gefährlich ist“, fügte Hecla hinzu.

Quellen: Daily Mail