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„Ich werde mein Volk nicht verraten“: Putins europäischer Verbündeter brüskiert Europa und rückt näher an Russland heran

Vladimir Putin President Serbia Aleksandar Vucic
Presidential Press and Information Office / Wikimedia Commons

Wladimir Putin scheint zunehmend entschlossen, an den Verbündeten festzuhalten, die ihm noch geblieben sind.

Russland musste in den letzten Jahren bereits miterleben, wie mehrere wichtige Partner geschwächt oder von der Macht verdrängt wurden – von Baschar al-Assad, der aus Syrien floh, über den wachsenden Krieg der USA mit dem Iran bis hin zum Zusammenbruch moskaufreundlicher Regierungen wie in Ungarn.

Dies macht die bereits bestehenden Allianzen umso wichtiger.

Energieallianz

In einem Interview mit TASS lobte der serbische Minister Nenad Popovic Russland als Serbiens wichtigsten Energiepartner und verteidigte die enge Zusammenarbeit des Landes mit Gazprom.

„Serbien erhalte Gas zum günstigsten Preis in Europa und zu den besten Lieferbedingungen“, sagte Popovic.

Er fügte hinzu, dass russische Energie „ein Schlüsselfaktor für die Stabilität der serbischen Wirtschaft“ bleibe, während die weltweiten Öl- und Gaspreise weiter stiegen.

Kreml-Kontakt

Popovic verwies zudem auf die direkte Kommunikation zwischen dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und Wladimir Putin als Beweis für die enge Beziehung zwischen den beiden Ländern.

„Bei einem kürzlichen Telefongespräch zwischen unserem Präsidenten Aleksandar Vucic und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin seien verschiedene Themen erörtert worden, darunter die Energiesicherheit“, sagte der Minister laut TASS.

„Dies seien Vereinbarungen auf höchster Ebene. Ständiger Kontakt zwischen unseren Präsidenten sei für uns sehr wichtig“, fügte er hinzu.

Sanktionsverweigerung

Vucic verteidigte unterdessen seine Weigerung, sich den westlichen Sanktionen gegen Russland anzuschließen, trotz anhaltenden Drucks seitens der Europäischen Union.

„Hätte Serbien Sanktionen gegen Russland verhängt, wäre er zum größten demokratischen Führer der Welt ausgerufen worden“, sagte Vucic in einem Interview bei Informer TV.

„Aber er hätte die Seele unseres Volkes verraten“, fügte der serbische Staatschef hinzu.

Zwischen Ost und West

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat Serbien offiziell die territoriale Integrität der Ukraine unterstützt, sich aber geweigert, Moskau zu sanktionieren.

Vucic hat Russen und Ukrainer wiederholt als „Brudernationen“ bezeichnet und darauf bestanden, dass Belgrad die Beziehungen zu beiden Seiten aufrechterhalten wolle.

Doch Serbiens Abhängigkeit von russischem Gas und seine zunehmend trotzige Rhetorik gegenüber Europa schüren in Brüssel weiterhin die Besorgnis, dass einer der wichtigsten Staaten des Balkans weiter in Richtung Moskau abdriftet.

Quellen: TASS, Informer TV