Neue Unterrichtsdokumente deuten darauf hin, dass sich der Fokus im Klassenzimmer im Einklang mit dem Konflikt verändert.
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Eine wenig bekannte Schule im Westen Londons gerät ins Blickfeld, da Russlands Krieg Institutionen weit über die Frontlinien hinaus prägt.
Das in den Plänen beschriebene Programm wirft Fragen darüber auf, was innerhalb eines diplomatischen Geländes gelehrt wird und warum.
Unterricht verändert sich
Die Daily Express berichtet, dass Schülerinnen und Schüler an einer Schule der russischen Botschaft in Notting Hill Fähigkeiten erlernen, die mit Kampfdrohnen in Verbindung stehen.
Die Schule wird vom russischen Außenministerium betrieben und unterrichtet Kinder von Diplomaten sowie eine kleinere Zahl anderer Schüler, darunter auch einige mit britischer Staatsbürgerschaft.
Unterrichtspläne für das Schuljahr 2025–26 zeigen, dass Zehntklässler im Alter von 15 und 16 Jahren eine einstündige Einheit zur technischen Vorbereitung und Kommunikation für Kampfdrohnen hatten.
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Weitere Stunden im vergangenen Halbjahr behandelten Festungsbau, Erste Hilfe auf dem Schlachtfeld sowie Schutz vor radiologischen, biologischen und chemischen Waffen.
Diese Kurse sind Teil eines Fachs namens Grundlagen der Sicherheit und des Schutzes des Vaterlandes (OBZR), das laut Bericht zu Beginn des Schuljahres 2024/2025 in russischen Schulen eingeführt wurde.
Neuer Lehrplan
Die Daily Express schreibt, dass OBZR ein früheres Fach ersetzt hat, Grundlagen der Lebenssicherheit, das zwar einige militärische Elemente enthielt, jedoch stärker auf zivile Risiken ausgerichtet war.
Im Rahmen des früheren Kurses lernten Schüler an der Schule, Kalaschnikow-Gewehre zusammenzusetzen, und übten simulierte Granatenwürfe mit Tennisbällen.
Wie The Times berichtete, spiegelt der aktualisierte Lehrplan wider, dass Drohnen im Krieg in der Ukraine eine zentrale Rolle spielen. Der Bericht verweist auf eine Schätzung, wonach Drohnen für drei von vier Opfern auf beiden Seiten verantwortlich seien.
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Ein Lehrplandokument der Botschaftsschule besagt, dass Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren Methoden des Kampfeinsatzes unbemannter autonomer Fahrzeuge sowie die Geschichte robotischer Systeme lernen müssen.
Der Plan wurde im September vom Schulleiter Alexander Pogorelov unterzeichnet, so die Daily Express.
Wachsende Aufmerksamkeit
Ian Garner, Autor von Z Generation, sagte gegenüber The Times:
“Students at the embassy school are learning very real military skills. This isn’t a course designed to keep safe in the event of an emergency.”
“These are courses that are saying to kids who are studying in England that you need to align yourself with a military identity, you need to be able to fight because the war is already happening and it is surrounding you as a Russian.”
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Die Schule, gegründet 1954, gehört laut Bericht zu etwa 80 russischen Botschaftsschulen weltweit.
Als Teil der Botschaft verfügt sie über diplomatische Ausnahmen und unterliegt weder dem britischen Bildungsministerium noch der Schulinspektion.
Sources: Daily Express, The Times