Doch die führenden Politiker in Europa glauben den Dementis nicht.
Wenn zwei Großmächte hinter verschlossenen Türen miteinander sprechen, wird der Rest der Welt meist nervös. Solche vertraulichen Gespräche verschieben oft das Machtgleichgewicht. Neue Beweise zeigen nun, was genau geschieht, wenn diese Türen verriegelt sind.
Die geheimen Sitzungen
Laut Reuters, zitiert von WP, führten Moskau und Peking 2025 ein verdecktes militärisches Ausbildungsprogramm durch. Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow genehmigte die geheime Operation persönlich.
Europäische Beamte und durchgesickerte russische Dokumente enthüllten der Nachrichtenagentur die Details. Rund 200 russische Soldaten packten ihre Koffer für Einrichtungen, die von der chinesischen Volksbefreiungsarmee betrieben werden.
Es war nicht nur ein einfaches Grundausbildungslager. Die Soldaten verbrachten drei Wochen in Peking, um Strategien zur radiologischen, chemischen und biologischen Verteidigung zu erlernen.
Und die Einsätze waren unglaublich hoch. Einige dieser Truppen wurden später direkt an die Frontlinien in der Ukraine entsandt.
Viel Lob und Zweifel
Die Organisation dieser massiven Anstrengung erforderte hochrangige Militärs. Reuters berichtete, dass mindestens vier Generäle beider Seiten die Übungen koordinierten.
Das Feedback aus Moskau war gemischt. Interne russische Berichte lobten die chinesischen Simulatoren und das fundierte theoretische Wissen ihrer Ausbilder.
Sie stellten jedoch auch eine eklatante Schwäche fest. Die russische Seite kritisierte ihre Gastgeber für mangelnde tatsächliche Kampferfahrung.
Dennoch deutet das Ausmaß der Partnerschaft auf eine große Verschiebung hin. Die beiden globalen Mächte arbeiten enger zusammen als je zuvor.
Das Offensichtliche leugnen
Keines der Länder möchte offen darüber sprechen. Das chinesische Außenministerium wies dies schnell zurück und erklärte in einer Mitteilung, „die Anschuldigungen seien völlig unbegründet“.
Der einflussreiche russische Politiker Andrej Kartapolow zeigte sich ebenso abweisend. Der Abgeordnete sagte: „Das ist völliger Unsinn“, und argumentierte, Moskau habe nichts von Peking zu lernen.
Doch die führenden Politiker in Europa glauben den Dementis nicht.
Sie sehen eine gefährliche neue Realität entstehen.
Eine wachsende Bedrohung
Beamte der Europäischen Union schlagen Alarm. Sie sagten Reuters, der Kontinent dürfe China nicht länger nur als riesigen Handelspartner betrachten.
Stattdessen beschrieben sie Peking als „einen entscheidenden Faktor, der Russlands Krieg ermöglicht“.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bestätigte Mitte Juni, dass Brüssel die durchgesickerten Informationen überprüft habe.
Europäische Nationen haben sich seit der Invasion der Ukraine im Jahr 2022 Sorgen über dieses Bündnis gemacht. Während China behauptet, ein Friedensvermittler zu sein, erzählt die Realität vor Ort eine ganz andere Geschichte.
Quellen: Reuters, WP