Aufnahmen aus Moskau zeigen eine große Rauchwolke, die von der Raffinerie aufsteigt.
Moskau erwachte am Donnerstagmorgen im Chaos.
Explosionen hallten durch die Stadt, während dichter schwarzer Rauch den Himmel erfüllte.
Berichten von The Kyiv Independent zufolge zielte eine massive Drohnenwelle am 18. Juni auf das Stadtgebiet.
Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, russische Luftverteidigungseinheiten hätten 52 auf die Stadt zufliegende Drohnen abgeschossen. Einige schafften es jedoch, durchzubrechen. Sobjanin bestätigte, der Angriff sei „massiv“ gewesen, und räumte ein: „Mehrere Drohnen konnten die Moskauer Ölraffinerie erreichen.“
Der Angriff auf die Raffinerie löste einen Großbrand in der kritischen Anlage aus. Es ist das zweite Mal innerhalb von nur drei Tagen, dass das Energiewerk getroffen wurde.
Anwohner veröffentlichten online Videos, die laut einer Analyse des unabhängigen russischen Überwachungskanals Astra mindestens fünf separate Brände innerhalb des Komplexes zeigten.
Schäden weiten sich aus
Die Störung traf das Verkehrsnetz der Stadt schnell. Die Behörden verhängten vorübergehende Flugbeschränkungen für drei große Flughäfen, darunter Wnukowo und Scheremetjewo, wodurch Reisende strandeten. Herabfallende Trümmer verursachten derweil geringfügige Schäden an einem örtlichen Einkaufszentrum.
Außerhalb des Stadtzentrums waren die Auswirkungen noch gravierender. Andrej Worobjow, Gouverneur des Moskauer Gebiets, berichtete, dass herabfallende Drohnenteile ein Wohngebäude im Bezirk Schukowski beschädigten und Bewohner zur Flucht zwangen. In nahe gelegenen Städten trafen die Trümmer ein Fitnesscenter und setzten private Ferienhäuser in Brand.
Dieser jüngste Angriff folgt einem ähnlichen Angriff vom 16. Juni. Dieser frühere Angriff legte den Betrieb der Raffinerie laut von Reuters zitierten Branchenquellen vollständig lahm. Die Anlage ist ein wichtiges Ziel, da sie etwa 40 % des Moskauer Kraftstoffbedarfs deckt.
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Brände im Süden
Moskau war nicht das einzige Ziel. Weiter südlich, in der Oblast Rostow, löste ein weiterer ukrainischer Drohnenangriff laut Astra einen Großbrand in einem Öldepot in der Stadt Gukowo aus.
Dieser Angriff forderte Todesopfer. Regionalgouverneur Juri Sljussar behauptete, der Angriff habe eine Person getötet und zwei weitere verletzt. Er berichtete zudem von Schäden an einer Lokomotive.
Um der wachsenden Bedrohung entgegenzuwirken, platzierte Russland kürzlich neue Luftverteidigungssysteme auf zivilen Dächern in der Hauptstadt. Doch diese Multimillionen-Dollar-Waffen konnten den jüngsten Ansturm nicht aufhalten. Der Krieg, so scheint es, findet immer wieder einen Weg.
