Selenskyj warnt, dass die nordkoreanischen Truppen in Russland nicht nur eine Bedrohung für die Ukraine, sondern für ganz Asien darstellen.
Die Ukraine und Russland treten in eine neue Phase des Krieges ein.
Dieser entwickelt sich zunehmend zu einem Weltkrieg.
Nun erhält Russland weitere Hilfe von einem benachbarten Land.
Ein neues Schlachtfeld
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt Alarm wegen der wachsenden Rolle Nordkoreas im Krieg gegen die Ukraine. Er warnt, dass die Armee von Kim Jong Un ihre Fähigkeiten an den Frontlinien schärft.
Selenskyj mahnte, dass die Partnerschaft zwischen Russland und Nordkorea sie für ihre asiatischen Nachbarn, darunter Japan, Südkorea und die Philippinen, weitaus gefährlicher mache.
Moskau ist nun stark auf externe Hilfe angewiesen, um seine Kriegsanstrengungen aufrechtzuerhalten.
„Dies ist das erste Mal in der Geschichte Russlands, dass sie kein sicheres strategisches Hinterland mehr haben“, sagte Selenskyj. „Zum ersten Mal können sie keinen Krieg ohne Verstärkung aus Nordkorea führen.“
Frische Truppen treten in den Krieg ein
Tausende nordkoreanische Soldaten sind bereits in den Kampf eingetreten. Nach Angaben des südkoreanischen Nationalen Nachrichtendienstes entsandte Pjöngjang etwa 15.000 Soldaten und schwere Munition in die Region Kursk, wo rund 2.000 ums Leben gekommen sind.
Diese Entsendung ist nur der Anfang. Selenskyj merkte an, dass Nordkorea sich darauf vorbereite, weitere 30.000 bis 50.000 Mann zu entsenden, um die russischen Streitkräfte zu unterstützen.
Um der Bedrohung entgegenzuwirken, bittet Kiew Seoul um Luftverteidigungsausrüstung. Südkorea leistet Kiew derzeit humanitäre Hilfe, doch nationale Gesetze hindern es daran, tödliche Waffen direkt zu übergeben.
Der Krieg verändert sich
Das US-Militär beobachtet diese Entwicklungen genau.
Oberst Ryan Donald, Sprecher der US-Streitkräfte in Korea, bestätigte, dass die gemeinsamen Übungen der Alliierten sich dieser neuen Realität anpassen werden. „Soldaten der DVRK wurden in der Ukraine eingesetzt und haben dort gekämpft. Sie haben die dort gewonnenen Erkenntnisse mit nach Nordkorea zurückgebracht“, sagte er am Montag Reportern. „Das verändert die Fähigkeiten der DVRK, und unser Training berücksichtigt diese Bedrohung.“
Unterdessen wollen südkoreanische Beamte die militärische Partnerschaft endgültig beenden. Der Sprecher des Außenministeriums, Park Doo-soon, warnte, dass die Zusammenarbeit Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verletze und den regionalen Frieden direkt bedrohe.
Dennoch bleibt Seoul auf nicht-tödliche Unterstützung wie Energie und Gesundheitsversorgung fokussiert, was die Zukunft der Luftverteidigungshilfe ungewiss lässt.