Unabhängige russische Medien haben festgestellt, dass diese Praxis bei mehr als 100 Soldaten angewendet wird.
Eine ukrainische Aufklärungseinheit hat kürzlich eine russische Funkfrequenz an der Front abgehört. Soldaten gelang es, Live-Gespräche zwischen Kommandeuren und ihren erschöpften Truppen in den Schützengräben abzufangen.
Die Aufnahmen offenbaren den immensen Druck, dem die russischen Streitkräfte ausgesetzt sind. Berichten Die Welt zufolge setzen befehlshabende Offiziere extreme Drohungen ein, um ihre Männer zum Vorrücken zu zwingen.
Ein abgehörter Kommandeur griff zu physischen Drohungen, um seine Einheit in Bewegung zu halten. „Wenn ihr kommt, schlage ich euch alle mit einem Stock. Ich schneide euch die Zungen heraus. Ihr verdammten Idioten“, brüllte der Kommandeur.
Auf Null gesetzt
Auch Artillerie wird als Waffe gegen die eigenen Reihen eingesetzt. Ein anderer Offizier warnte seine Männer, dass er einen Panzer auf sie feuern lassen würde, falls sie ihn ignorieren sollten.
Dann gibt es einen spezifischen Befehl, der den einfachen Soldaten das Blut in den Adern gefrieren lässt. Das Wort lautet obnulit, was grob übersetzt „auslöschen“ oder „eliminieren“ bedeutet.
Wenn russische Soldaten diesen Befehl hören, bedeutet das, dass sie von ihren eigenen Kameraden hingerichtet werden sollen. Bild berichtet, dass dieser Befehl das Ende für jeden signalisiert, der sich weigert vorzurücken.
Kein Weg zurück
Unabhängige russische Medien haben diese tödliche Praxis monatelang verfolgt. Vërstka identifizierte mehr als 100 Soldaten, denen vorgeworfen wird, diese internen Hinrichtungen durchgeführt zu haben.
Manchmal ist die Strafe eine einzige Kugel. In anderen Fällen werden Männer in eine gezielte Todesfalle geschickt, ohne ausreichende Ausrüstung, um den Angriff zu überleben.
Eine Quelle teilte dem Nachrichtenportal ASTRA mit, dass widerspenstige Truppen oft unter dem Vorwand einer medizinischen Evakuierung getötet würden. Zeugen beschrieben einen Vorfall, bei dem 66 Männer auf eine Zwangsmission geschickt wurden. Nicht eine einzige Person kehrte lebend zurück.
Die Suche nach Verstärkung
Das Entsenden von Wellen ungeschützter Männer gegen befestigte Verteidigungslinien verbraucht eine enorme Anzahl an Menschenleben. Dies zwingt Moskau, ständig nach Ersatz zu suchen.
Der Kreml blickt über seine Grenzen hinaus, um diese leeren Plätze zu füllen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte kürzlich, dass Nordkorea bald Tausende Truppen entsenden könnte.
Selenskyj schätzt, dass bis zu 50.000 Soldaten bald in den Kampf eintreten könnten. Sollten sie an die Front gelangen, werden sie wahrscheinlich genau denselben unmöglichen Bedingungen gegenüberstehen wie ihre russischen Verbündeten.