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Ökonom fällt vernichtendes Urteil über Putins Wirtschaft: Es ist nur eine Frage der Zeit

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Harold Escalona / Shutterstock.com

Russlands Wirtschaft ist nach Einschätzung von Analysten in eine gefährliche Phase langfristigen Niedergangs eingetreten.

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Selbst wenn der Krieg in der Ukraine enden sollte, gibt es kaum Aussicht auf eine Rückkehr zu stabilem Wachstum.

Kein plötzlicher Zusammenbruch

Ein von The Economist zitierter Bericht argumentiert, dass das Land in eine sogenannte „Todeszone“ abgleitet, in der Ressourcen schneller aufgebraucht werden, als sie wiederhergestellt werden können.

Der Veröffentlichung zufolge droht kein abrupter Kollaps, sondern eine schleichende Erosion der wirtschaftlichen Grundlagen. Während das System an der Oberfläche weiter funktioniert, vertiefen sich strukturelle Schwächen.

Der Bericht legt nahe, dass selbst ein Waffenstillstand den Schaden nicht automatisch beheben würde, da das derzeitige Modell stark von Militarisierung und steigender Verschuldung geprägt ist.

Wachsende Belastungen

Das russische Haushaltsdefizit ist auf 5,6 Billionen Rubel gestiegen, der höchste Stand seit der Covid-19-Pandemie.

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Die Zinszahlungen auf die Staatsschulden übersteigen inzwischen die gesamten staatlichen Ausgaben für Bildung und Gesundheitswesen.

Auch die Energieeinnahmen, lange eine tragende Säule der Staatsfinanzen, stehen unter Druck. Russisches Rohöl wird mit einem Abschlag von 25 bis 30 Prozent gegenüber der Referenzsorte Brent gehandelt, was die Exporterlöse schmälert.

Im Januar sanken die Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor um nahezu die Hälfte, was den öffentlichen Haushalt zusätzlich belastet.

Begrenzte Optionen

Die im Bericht zitierten Experten argumentieren, dass eine Stabilisierung der Wirtschaft eine Kombination günstiger Entwicklungen erfordern würde, darunter eine Lockerung der Sanktionen und eine umfassende Umstrukturierung der Binnenmärkte.

Ein solches Szenario gilt als äußerst unwahrscheinlich. Eine Verlängerung des Konflikts erhöhe zudem das Risiko finanzieller Instabilität und institutioneller Spannungen.

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Zwar verfügt Russland derzeit noch über die Fähigkeit, seinen Krieg fortzusetzen, doch das übergeordnete Wirtschaftsmodell zeigt Anzeichen von Erschöpfung.

Die zentrale Frage sei daher nicht das Wachstum, sondern wie lange das System noch durchhalten könne.

Quellen: The Economist, LA.LV.