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EU-Land sagt Nein zu „naiven“ US-Waffengeschäften: „Wir werden mit jemand anderem zusammenarbeiten“

grenade shell weapons cluster munition
Lupus in Saxonia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sie senden eine klare Botschaft an ausländische Rüstungsunternehmen, die sich um Aufträge bewerben.

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Beamte betonen, dass künftige Geschäfte Investitionen und moderne Technologien ins Land bringen müssen und nicht nur fertige Ausrüstung.

Konrad Gołota, stellvertretender Leiter des Ministeriums für Staatsvermögen, sagte Bloomberg, Warschau wolle, dass Lieferanten sich zu einer langfristigen Zusammenarbeit verpflichten.

„Wenn Sie hier verkaufen wollen, investieren Sie hier“, sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview.

Er betonte, dass die Regierung mehr als bloße Montagelinien erwarte.

„Wir brauchen Technologietransfer. Wir müssen Teil der globalen Lieferkette sein“, fügte Gołota hinzu.

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Ende des „naiven“ Einkaufs

Nach Angaben Gołotas habe Polen solche Bedingungen beim Kauf von Waffen aus den Vereinigten Staaten früher nicht gestellt.

Er bezeichnete den damaligen Ansatz als eine Form der „Bezahlung für Sicherheit“ unter dem Verteidigungsschirm der USA.

Diese Politik habe Polen faktisch zu einem „naiven“ Käufer gemacht und den heimischen industriellen Nutzen aus großen Rüstungsverträgen begrenzt.

Warschau strebt nun ein Modell an, das auf Partnerschaften und Joint Ventures basiert und der heimischen Industrie eine stärkere Rolle einräumt.

Neue Regeln

Gołota argumentierte, Polen sei ein attraktiver Standort für Investitionen im Verteidigungsbereich, da es nicht direkt mit großen westeuropäischen Herstellern konkurriere.

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Gleichzeitig verfüge das Land über erhebliche Finanzmittel, unter anderem über das SAFE-Programm der Europäischen Union, sowie über ein Netzwerk kleinerer, technologisch fortschrittlicher Unternehmen.

Er sagte, die staatliche Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) benötige sowohl Kapital als auch Technologietransfers und könne zu den Hauptnutznießern der SAFE-Mittel zählen.

„Nur wenige Länder können ein so breites Spektrum an Kooperation anbieten“, sagte Gołota.

„Die Frage ist, ob Sie bereit sind, nach den neuen Regeln zu spielen. Wenn ja, sind Sie hier willkommen. Wenn nicht, werden wir mit jemand anderem zusammenarbeiten“, fügte er hinzu.

Bei einem Besuch in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr habe er eine ähnliche Botschaft an amerikanische Rüstungsunternehmen übermittelt, so Gołota. Er erklärte das Ende der Rolle Polens „nur als Kunde“ und forderte Unternehmen auf, Partnerschaften mit substanziellen Technologietransfers einzugehen.

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Quellen: Bloomberg, Money.pl