Nach Angaben der Gruppe bricht die russische Logistik in der Region zusammen.
Nach Angaben der ukrainischen Partisanengruppe ATESH sehen sich russische Streitkräfte, die an der Cherson-Front operieren, mit einem kritischen Mangel an schnellen Motorbooten konfrontiert.
Drohnenangriffe verursachten die Schäden, da unerbittliche ukrainische Drohnenangriffe den Großteil der Flotte systematisch zerstört haben.
Die Untergrundbewegung veröffentlichte diese Informationen am 9. Juli, nachdem sie Hinweise von einem verdeckten Agenten erhalten hatte. Dieser Informant operiert tief innerhalb der russischen Dnipro-Truppengruppe im besetzten Gebiet von Cherson.
Die Logistik ist gelähmt. Truppen, die in den Inselzonen des Dnipro-Deltas stationiert sind, sind nun ohne funktionstüchtige Wasserfahrzeuge gestrandet, da die Militärführung keine Ersatzboote bereitgestellt hat.
Zum Warten verdammt
Die Informationen wurden nicht unabhängig überprüft, aber ATESH berichtete, dass dieser Mangel es russischen Einheiten nahezu unmöglich macht, Munition zu transportieren.
Verwundete Soldaten müssen erhebliche Verzögerungen hinnehmen. Einige warten tagelang in isolierten Stellungen, bevor Evakuierungsteams sie erreichen können.
Der eingeschleuste Agent zeichnete ein düsteres Bild der Lage.
„Es sind fast keine Boote mehr übrig, es werden keine neuen geliefert, und die alten Störsender werden von den Drohnen einfach ignoriert“, erklärte der Agent.
Auch die Systeme zur elektronischen Kampfführung versagen. Die Partisanengruppe stellte fest, dass die wenigen noch funktionierenden Störsender völlig veraltet seien, wodurch sie gegen moderne ukrainische Drohnen nahezu wirkungslos seien.
Eine umfassendere Krise
Die Folgen sind schwerwiegend. In einer offiziellen Erklärung erläuterte ATESH die Auswirkungen:
„Ohne ausreichende Wasserfahrzeuge befinden sich die Inseln praktisch in einer Blockadesituation: Nachschub erreicht die Frontstellungen nicht mehr, Verwundete können nicht evakuiert werden, und die Truppen bleiben ständigen Luftangriffen ausgesetzt. Das Kommando ist weder in der Lage, diesen Sektor zu schützen, noch ihn mit den benötigten Ressourcen zu versorgen.“
Diese schwerwiegenden Engpässe sind nicht auf Cherson beschränkt. Das Untergrundnetzwerk behauptete, dass russische Einheiten an der Pokrowsk-Front mit ähnlichen logistischen Problemen konfrontiert seien.
Den Fronttruppen dort fehlen gepanzerte Fahrzeuge und Transportlastwagen. Die Verzweiflung hat sogar zu internen Plünderungen geführt. Einem Agentenbericht zufolge stahlen Soldaten einem verwundeten Kameraden ein Motorrad und ließen ihn zurück.