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Putin und Trumps Friedensgespräche sind eine „spezielle KGB-Operation“, sagt Ex-Premier der Ukraine

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Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die Bemühungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine sind trotz erneuter diplomatischer Kontakte ins Stocken geraten.

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Während die Verhandlungen andauern, wächst die Kritik daran, ob der Prozess überhaupt ernst gemeint ist.

Eine spezielle KGB-Operation

Der ehemalige ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk hat Gespräche zwischen Donald Trump und Wladimir Putin als wirkungslos und irreführend zurückgewiesen.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz bezeichnete er die Verhandlungen als „eine spezielle KGB-Operation unter der Schirmherrschaft von [Wladimir] Putin“.

„Ich sehe darin keine echten Gespräche“, sagte Jazenjuk.

„Ich nenne sie Scheingespräche, Scheinberatungen. Es ist eine spezielle KGB-Operation unter der Schirmherrschaft von [Wladimir] Putin. Sie haben nichts mit echten Verhandlungen zu tun.“

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„Scheinberatungen“

Jazenjuk, der von 2014 bis 2016 Ministerpräsident der Ukraine war, sagte, die Gespräche hätten die Ukraine „keinen Zentimeter“ weitergebracht.

„Noch schlimmer: Diese Gespräche haben Putin den Weg geebnet, indem sie ihm eine Plattform für seine maximalistischen Forderungen geboten haben“, fügte er hinzu.

Russland kontrolliert derzeit rund 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets und hat mehrere Regionen formell annektiert. Moskau besteht darauf, dass Kyjiw diese Ansprüche im Rahmen eines Waffenstillstands anerkennt.

Unvereinbare Positionen

Jazenjuk erklärte, die Erwartung, die Ukraine könne durch Gebietsabtretungen Frieden erreichen, sei unrealistisch.

„Manche glauben, wenn die Ukraine Territorium abtritt, würden die Russen bereitwillig ein Friedensabkommen unterzeichnen. Das ist völliger Unsinn. Das wird niemals geschehen, weil Russland an seinen Maximalforderungen festhält“, sagte er.

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„Die Positionen der Ukraine und Russlands sind völlig unvereinbar“, fügte er hinzu und forderte westliche Regierungen auf, diese Realität anzuerkennen.

Druck statt Gespräche

Anstelle von Verhandlungen forderte Jazenjuk härtere wirtschaftliche Maßnahmen gegen Moskau, darunter Sekundärsanktionen gegen Länder, die russisches Öl kaufen, sowie strengere Kontrollen von Schiffen, die es transportieren.

Er sprach sich zudem für Druck auf Russlands Verbündete wie China und Nordkorea aus.

US-Außenminister Marco Rubio sagte am Wochenende, es sei weiterhin unklar, ob Russland ernsthaft an einer Einigung interessiert sei. NATO-Generalsekretär Mark Rutte verteidigte hingegen die diplomatischen Bemühungen und erklärte, solche Prozesse bräuchten Zeit und Washington unterstütze die Ukraine weiterhin militärisch.

Quellen: iNews, Ziare

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