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Putin-Verbündeter schlägt vor, russische Tanker als Militärschiffe zu registrieren

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Sanktionen und Gegenmaßnahmen verändern zunehmend die globalen Handelsrouten.

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Die Spannungen zwischen Russland und westlichen Regierungen greifen immer stärker auf den Seehandel über.

Öllieferungen, maritime Kontrollen und Vorwürfe der Sanktionsumgehung haben zivile Gewässer zu geopolitischen Brennpunkten gemacht.

Nun schlägt ein enger Verbündeter von Wladimir Putin einen Schritt vor, der Experten zufolge die Konfrontation erheblich verschärfen könnte.

Forderung nach Militarisierung der Flotte

Alexej Schurawljow, ein ranghoher russischer Politiker und Unterstützer des Kremls, hat vorgeschlagen, russische Frachtschiffe als militärische Einheiten registrieren zu lassen.

Seinem Vorschlag zufolge könnte jeder Angriff auf solche Schiffe dann als Akt eines „umfassenden Krieges“ gewertet werden.

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Schurawljow argumentierte, russische Handelsschiffe würden zunehmend ins Visier genommen und benötigten bewaffneten Schutz. Laut The Mirror sagte er: „Wir können natürlich jedem Tanker bewaffnete Wachleute zuweisen, aber dann müssen wir bereit sein, diese Waffen auch einzusetzen.“

Er brachte außerdem die Idee ins Spiel, Tanker mit weitreichenden Waffen auszustatten und Teile der Handelsflotte formell in die Streitkräfte einzugliedern.

Energie-Konflikt verschärft sich

Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer Zunahme von Zwischenfällen mit russischen Schiffen seit Ende 2024. Tanker wurden festgesetzt oder kontrolliert, weil der Verdacht bestand, westliche Sanktionen zu umgehen. Fälle wurden im Schwarzen Meer sowie in der Nähe der Türkei und vor Westafrika gemeldet.

Westliche Staaten wie Deutschland, Frankreich und Finnland haben ihre maritime Überwachung als Reaktion auf vermutete Sanktionsverstöße verstärkt.

Schurawljow reagierte mit einer direkten Warnung: „Verhängen Sie Sanktionen gegen westliche Frachtschiffe, halten Sie sie fest und beschlagnahmen Sie ihre Ladung zum Wohle Russlands“, sagte er.

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Analysten warnen, dass die Umwandlung ziviler Schiffe in bewaffnete Einheiten die globalen Öl- und Gasmärkte weiter destabilisieren und die Risiken für die internationale Schifffahrt und Energieversorgung erhöhen könnte.

Quellen: The Mirror, O2