Deutschen Behörden haben nach den Ermittlungen die Schließung des russischen Konsulats in Bonn bekannt gegeben.
Anfang letzten Monats machten Sicherheitskräfte am Flughafen Leipzig/Halle eine beängstigende Entdeckung auf der Start- und Landebahn.
Ein unbemanntes Flugobjekt, beladen mit hochexplosivem Material, befand sich gefährlich nahe an Frachtflugzeugen, die für ukrainische Transportoperationen eingesetzt wurden.
Ein fehlerhafter Auslösemechanismus verhinderte die Detonation des Geräts. Lokale Ermittler vermuten jedoch, dass eine zweite Drohne mit einem nahegelegenen Frachtflugzeug kollidierte, bevor Arbeiter zehn Tage später ein drittes Gerät entdeckten.
Seitdem haben die deutschen Behörden den Vorfall untersucht und am Dienstag auf einer Pressekonferenz öffentlich den Finger auf Moskau gerichtet.
Laut BBC bestätigte Innenminister Alexander Dobrindt, dass Geheimdiensterkenntnisse eine russische Beteiligung an dem gescheiterten Sabotageversuch belegen, und warnte, dass weitere Angriffe folgen könnten.
Putin: Deutschland habe Beweise platziert
Es überrascht nicht, dass der Kreml jegliche Beteiligung an dem Vorfall bestritt.
Laut CNN erklärte Wladimir Putin nach der deutschen Präsentation, dass es tatsächlich Deutschland gewesen sei, das Beweismittel platziert habe, um Moskau die Schuld zu geben.
Er legte keine Beweise für die Anschuldigungen vor, aber laut Reuters argumentierte Putin, dass die deutsche Regierung Beweise platziert habe, um Russland aufgrund sinkender Umfragewerte die Schuld zu geben.
Sprecherin Maria Sacharowa schwor, Moskau werde mit entsprechenden Gegenmaßnahmen reagieren. Sie prangerte die militärische Unterstützung der deutschen Regierung für Kiew an und erklärte in einer Stellungnahme gegenüber Nachrichtenagenturen: „Berlin sponsert Terrorismus“.
Berlin reagierte umgehend mit Sanktionen gegen den Kreml. Außenminister Johann Wadephul kündigte die Schließung des russischen Konsulats in Bonn an sowie die Beendigung eines Vertrags für ein Berliner Kulturzentrum, das seit Langem der Beherbergung von Spionagenetzwerken verdächtigt wurde.
Druck von allen Seiten
Internationale Partner stellten sich nach der Ankündigung hinter Deutschland. NATO-Chef Mark Rutte bemerkte, das Militärbündnis „stehe in voller Solidarität mit Deutschland“, während europäische Staats- und Regierungschefs zusätzliche Sanktionen gegen russische Interessen vorbereiteten.
Der Vorfall ereignet sich in einer heiklen politischen Phase für Bundeskanzler Friedrich Merz. Rechtspopulistische Oppositionsparteien gewinnen bei den Landtagswahlen im Osten an Schwung und fordern gleichzeitig ein Ende der Ukraine-Unterstützung sowie eine Wiederherstellung der Beziehungen zu Russland.
Kritiker innerhalb von Merz’ eigener Partei argumentieren, die Reaktion der Regierung sei viel zu schwach. Der Abgeordnete Roderich Kiesewetter forderte öffentlich stärkere Maßnahmen und warnte, Moskau lache lediglich, wenn Diplomaten einbestellt würden.