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Putins Albtraum: US-Operation in Venezuela könnte russische Geheimnisse offenlegen

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Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die US-Operation in Venezuela sorgt weiterhin für Unruhe in militärischen und politischen Kreisen.

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Die Aufmerksamkeit richtet sich nun darauf, was als Nächstes geschehen könnte, falls es in Caracas zu einem Machtwechsel kommt.

Analysten warnen, dass die Folgen weit über Lateinamerika hinausreichen und tief in Russlands militärische Geheimnisse eindringen könnten.

Waffen unter der Lupe

Viele Beobachter erwarten, dass in Caracas bald eine von Washington unterstützte Führung an die Macht kommen könnte.

Nach Einschätzung von Analysten von Defense Express könnte ein solcher Wandel den Vereinigten Staaten Zugang zu jahrelang gelieferten russischen Militärsystemen eröffnen.

Venezuela gilt als eines der am stärksten bewaffneten Länder Südamerikas. Ein großer Teil seines Arsenals besteht aus postsowjetischen und russischen Systemen, die über Jahrzehnte hinweg geliefert wurden.

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Während ältere Ausrüstung nur begrenztes Interesse wecken dürfte, könnten neuere in Venezuela stationierte Systeme für die militärische Planung der USA deutlich wertvoller sein.

Fokus auf Luftverteidigung

Defense Express hebt insbesondere die Luftverteidigung als sensiblen Bereich für Moskau hervor.

Analysten weisen darauf hin, dass Venezuela im Jahr 2013 zwei Divisionen von S-300WM-Systemen aus Russland erhalten hat.

Zudem berichten sie, dass Russland im Oktober 2025 während mehrerer Transportflüge mit Il-76TD-Maschinen eine nicht näher bezifferte Anzahl von Pantsir-S1- und Buk-M2E-Luftverteidigungssystemen nach Venezuela verlegt habe.

„Von besonderem Interesse für die Vereinigten Staaten könnten die S-300WM-Luftverteidigungssysteme sein“, schreiben die Analysten von Defense Express und verweisen auf den seltenen westlichen Zugang zu solcher Ausrüstung.

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Systeme von hohem Wert

Das Pantsir-S1, eines der modernsten russischen Kurzstrecken-Luftverteidigungssysteme, wird laut Analyse zum Schutz strategischer Einrichtungen in Russland eingesetzt, darunter Moskau und die Winterresidenz von Präsident Wladimir Putin in Sotschi.

Das System kombiniert 57E6- oder 57E6-E-Raketen mit 30-mm-2A38M-Maschinenkanonen und kann damit Drohnen, Flugzeuge und andere kleinere Luftziele bekämpfen.

Defense Express deutet an, dass eine genaue Untersuchung solcher Systeme US-Ingenieuren wertvolle Einblicke in die Fähigkeiten und Schwachstellen der russischen Luftverteidigung geben könnte.

Flugzeuge und Raketen

Analysten verweisen auch auf weitere Waffensysteme, die für die USA von Interesse sein könnten, darunter das Mehrfachraketenwerfersystem 9A52 Smertsch und Venezuelas Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ Su-30MK2.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Luft-Luft-Rakete R-77, die vor der Operation in Venezuela als ernsthafte Bedrohung für US-Flugzeuge galt.

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Nach Einschätzung von Defense Express könnte der Zugang zu diesen Systemen die Bewertung der Leistungsfähigkeit russischer Waffen durch die USA erheblich verbessern.

Quellen: Defense Express, Wirtualna Polska