Die beiden Länder verbindet eine blutige Geschichte.
Moskau hat seinem NATO-Nachbarn eine deutliche Warnung ausgesprochen.
Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, ist Finnland offiziell auf Russlands Atomzielliste gelandet.
Dieser aggressive Schritt folgt Helsinkis historischer Entscheidung, ein langjähriges Verbot von Atomwaffen aufzuheben.
Der ehemalige russische Präsident nutzte die sozialen Medien, um die jüngste Politikänderung der nordischen Nation zu verspotten.
„Finnland hat das Verbot der Stationierung von Atomwaffen aufgehoben. Was ändert das für die Finnen? Nur eine Kleinigkeit: Ihr Land steht jetzt auf Russlands Atomzielliste. Freut euch, Finnland, ihr habt den Höhepunkt der Sicherheit erreicht!“, schrieb Medwedew auf X.
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Hintergrund
Mitte Juni stimmte das finnische Parlament dafür, den Transit und die Stationierung von Atomwaffen des Bündnisses in Krisenzeiten zu erlauben.
Es war eine weitreichende Entscheidung. Durch die Öffnung seiner Grenzen hat das Land seine Integration in die NATO vertieft, einem Bündnis, dem es nach Russlands umfassender Invasion der Ukraine beigetreten ist.
Finnische Verteidigungsbeamte betrachten diese Politik als entscheidenden Schutzschild. Dazu erklärte Verteidigungsminister Antti Häkkänen, dass „die historische Reform die Sicherheit Finnlands und der NATO insgesamt stärkt“.
Der Winterkrieg
Finnland und Russland verbindet eine blutige Geschichte.
Am 30. November 1939 marschierte die Sowjetunion in Finnland ein, drei Monate nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
Die Sowjetunion war den finnischen Verteidigern zahlenmäßig weit überlegen, doch als der Krieg dreieinhalb Monate später endete, hatten die Sowjets zwischen 125.000 und 168.000 Soldaten verloren, und etwa 200.000 waren verwundet oder erkrankt.
Die finnischen Verluste werden auf etwa 26.000 Tote und rund 44.000 Verwundete geschätzt.
