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Unvorbereitetes Scharfschützenteam übersah 102 dringende Warnungen vor dem Chaos bei Trumps Wahlkampfveranstaltung

Secret Service agents
U.S. Secret Service, Public domain, via Wikimedia Commons

Hochrangige politische Veranstaltungen erfordern eine nahtlose Koordination, um die Personen auf der Bühne zu schützen.

Wenn Sicherheitssysteme versagen, sind die Folgen unmittelbar und verheerend. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht einer Bundesaufsichtsbehörde enthüllt, wie leicht wichtige Warnungen durch die Maschen schlüpfen, berichtet Dr News.

Ein massives Schweigen

Eine Bundesuntersuchung hat tiefe Mängel während einer Wahlkampfveranstaltung im Jahr 2024 in Pennsylvania aufgedeckt. Agenten übersahen komplett 102 Funkwarnungen der örtlichen Polizei bezüglich des Schützen, der versuchte, Donald Trump zu ermorden.

Die kritischen Versäumnisse sind detailliert in einem Bericht des Büros des Generalinspektors des Ministeriums für Innere Sicherheit beschrieben. Die Aufsichtsbehörde bewertete die Sicherheitsmängel rund um die Veranstaltung in Butler.

Während dieser Kundgebung stieg der zwanzigjährige Thomas Matthew Crooks auf ein nahegelegenes Dach. Er eröffnete das Feuer, verwundete den ehemaligen Präsidenten und tötete einen Passanten, bevor ein Scharfschütze ihn tötete.

Der knappe Ausgang hinterließ tiefe Spuren. „Ich wurde von einer Kugel getroffen, die durch die Oberseite meines rechten Ohrs ging. Es gab viel Blut, und dann wurde mir klar, was geschah“, schrieb Trump auf Truth Social.

Komplett isoliert

Ein grundlegender Fehler war die Entscheidung der Behörde, ohne einen gemeinsamen Funk-Kommandoposten zu operieren. Infolgedessen verpassten Bundesagenten dringende lokale Funkmeldungen, die eine verdächtige Person auf dem Gelände verfolgten, wie der Dr News Report feststellte.

Anstatt einer reibungslosen Funkverbindung operierte die Behörde in einem Vakuum. „Stattdessen stellten wir fest, dass der Secret Service nur fünf Anrufe und drei Textnachrichten über Crooks erhielt“, hieß es in dem Bericht.

Aufgrund dieser Isolation warnten die Agenten das unmittelbare Schutzteam nie. Das Schweigen lähmte die Reaktion der Behörde erheblich, unmittelbar bevor die Schießerei begann.

Massive Kritik folgte auf das Desaster, was die Chefin des Secret Service, Kimberly Cheatle, dazu veranlasste, am nächsten Tag zurückzutreten. Die neuen Details bestätigen frühere Vermutungen, dass schlechte Kommunikation den Verteidigungsplan lahmlegte.

Blind am Himmel

Die blinden Flecken erstreckten sich auch in die Luft. Ermittler entdeckten, dass der Schütze nur Stunden vor der Schießerei eine Drohne über den Veranstaltungsort fliegen ließ.

Technische Probleme machten das Sicherheitsteam blind für Bedrohungen aus der Luft. Laut der Aufsichtsbehörde verließ sich die gesamte Anti-Drohnen-Einrichtung auf einen einzigen Mitarbeiter, der nur minimale Schulung besaß und es versäumte, eine Vorabprüfung durchzuführen.

Es dauerte Stunden, bis der Bediener das Problem behoben hatte. Währenddessen absolvierte der Angreifer einen neunminütigen Drohnenflug, der völlig unentdeckt blieb.

Diese Bewertung der Aufsichtsbehörde reiht sich ein in eine wachsende Zahl offizieller Überprüfungen, die tiefe systemische Mängel aufdecken. Die Behörde steht wegen mehrerer knapper Vorfälle unter intensiver Beobachtung, darunter ein Vorfall auf einem Golfplatz in Florida und eine Waffenfestnahme.

Quellen: Dr News Report, Truth Social