Entlang der nördlichen Grenze Europas kann der Alltag ruhig wirken.
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Doch norwegische Streitkräfte sagen, dass sie genauer hinschauen, während sich die Spannungen mit Moskau verschärfen.
Neue Berichte beschreiben mutmaßliche russische Aktivitäten, die sich in zivile Routinen einfügen und austesten, was sichtbar ist und was nicht.
An der nördlichen Grenze
Russische Agenten sind in Norwegen gefasst worden, nachdem sie sich als Fischer und Touristen ausgegeben hatten, teilte das norwegische Militär laut Daily Express mit.
Die gemeldeten Vorfälle stehen im Zusammenhang mit Kirkenes, einer Hafenstadt im hohen Norden nahe der norwegischen Grenze zu Russland.
Norwegen teilt mit Russland eine Landgrenze von fast 200 Kilometern, heißt es in dem Bericht, was das NATO-Mitglied an die Frontlinie regionaler Sicherheitsbedenken rückt.
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Der Daily Express schrieb, Moskau habe seine geheimdienstlichen Aktivitäten verstärkt, da sich die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weiter verschlechtern.
Wachsamkeit in Finnmark
Kommandeur John Olav Fuglem von der Finnmark-Brigade sagte dem schwedischen Sender SVT: „Wir sehen hier oben eine größere Bedrohung, und es geht hauptsächlich um Spionage und das Sammeln von Informationen.“
„Wir sehen hier oben eine größere Bedrohung, und es geht hauptsächlich um Spionage und das Sammeln von Informationen“, sagte Kommandeur John Olav Fuglem von der Finnmark-Brigade dem schwedischen SVT. „Wenn man hier lebt, wird man etwas wachsamer.
„Und man merkt schnell, wenn Menschen mit einem anderen Dialekt herumlaufen und Fotos machen, sich an Orten aufhalten, an denen sie nicht sein sollten, oder an Orten, die für uns wichtig sind. Das fällt uns auf.“
Der Daily Express berichtete, dass die Finnmark-Brigade im vergangenen Jahr als Reaktion auf verstärkte russische Aggression und Geheimdienstaktivitäten gegründet wurde.
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Sanktionen und Misstrauen
Norwegische Behörden befassen sich dem Bericht zufolge auch mit Bedenken hinsichtlich russischer Fischereischiffe, darunter mutmaßliche Überwachung von Unterwasserinfrastruktur.
Es heißt, die norwegische Regierung habe im vergangenen Juli Sanktionen gegen zwei große russische Fischereikonzerne, Norebo und Murman Seafood, wegen des Verdachts auf Spionage verhängt.
Ein norwegischer Grenzschützer sagte ebenfalls zu SVT: „Wir haben hier an der Grenze viel zu tun und einen guten Dialog mit den Menschen, die in der Gegend leben.
„Sie achten darauf, ob es etwas gibt, das nicht richtig erscheint.“
Quellen: Daily Express, SVT